Christian Gizewski,
Tietzenweg 98, 12203 Berlin, TEL und AB: 030/8337810 oder (wenn eingeschaltet) 0151 26759056, FAX: 030/84309266, EP: christian.gizewski@tu-berlin.de, WWW-Seite: http://www.AGiW/fak 1.tu-berlin.de.index.html

12. Jan. 2010

Sehr geehrte Damen und Herrren!

Sie nahmen wegen des Berichts von Herrn Jürgen Stich in der 'Märkischen Allgemeinen Zeitung' vom 6. Januar über das Projekt einer Erinnerungsstätte in der Region Ferch mit mir Kontakt auf.

Deshalb möchte ich Sie jetzt noch einmal schriftlich zu einem [dritten] Treffen des Arbeitskreises 'Projekt Ferch' ('Pro_Ferch')

am Samstag, 23. Jan. 2010, 15.00
im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Neuseddin,
Waldstraße 33, 14554 Seddiner See (ggf. Tel.: 033205/50400)

einladen.

Für Treffen dieser Art kommen wegen der Berufstätigkeit vieler Interessenten nur Samstage oder Sonntage in Frage, die andererseits aber wieder mit Familienangelegenheiten belegt zu sein pflegen. Lassen Sie uns dennoch alle für das außerhalb von Beruf und Familie stehende Projekt 'Pro_Ferch', über dessen Sinn wir ja generell einig sind, ein wenig Zeit frei machen.

Im vergangenen, zweiten Treffen am 12. Dez. 2009 ging es erneut um die Gründe für die Einrichtung einer Erinnerungsstätte und eine vorläufige Arbeitsverteilung unter den Interessenten. Im Zusammenhang damit wurde ein Satzungsentwurf diskutiert, der dann wichtig werden kann, wenn der bereits ins Leben gerufene Verein etwas größer sein wird. Auch die Kooperation mit den örtlichen Heimatvereinen und den von Herrn Cimbal betreuten 'Beiträgen zur Seddiner Ortsgeschichte' kam zur Sprache. Die Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem beigefügten Protokoll.

Am 23. Jan. 2010 soll es vor allem um Erläuterungen zum Projekt-Konzept für die Neuhinzukommenden, die Arbeitsverteilung unter den daran Interessierten und die Kooperation mit sachlich und räumlich benachbarten Einrichtungen gehen. Obschon ich die Initiative angestoßen habe und weiterhin mittragen werde, sind wir alle auf eine geeignete Form der Zusammenarbeit miteinander angewiesen.

Zur Vorbereitung auf das Treffen können Sie weiterhin das von mir ständig aktualisierte 'Konzept für die Einrichtung einer Erinnerungsstätte in der Region Ferch' lesen. Sie finden es im Internet unter der Adresse
http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html

Wenn Sie Fragen haben oder Vorschläge machen wollen, lassen Sie sie mich gern wissen.

Mit freundlichem Gruß
Christian Gizewski

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Entwurf einer Vereinssatzung.

(Modifikationen nach der letzten Beratung am 12. Dez. 2009 kursiv gedruckt)

1. [Zweck des Vereins] Der Verein 'Arbeitskreis Projekt Ferch' (Abkürzung: 'AK Pro_Ferch') verfolgt den nicht-wirtschaftlichen, gemeinwohlorientierten, ideellen Zweck, das Andenken der in der Schlacht bei Beelitz und Ferch Ende April/Anfang Mai 1945 gefallenen Soldaten beider Seiten und der damals Verwundeten, Gefangenen, Flüchtlinge und sonst Kriegsgeschädigten, kurz aller den damaligen Vorgängen unterworfenen Militärangehörigen und Zivilpersonen, zu erneuern und langfristig zu sichern. Dieser Zweck steht im Zusammenhang mit dem an der von Potsdam kommenden Eisenbahnstrecke südlich der Autobahn errichteten metallenen Gedenkkreuz, das an "80000 Gefallene der letzten Schlacht des Krieges 1939 - 1945" erinnert.
2. [Rechtscharakter des Vereins] Der Arbeitskreis 'Pro_Ferch' ist ein nicht rechtsfähiger Verein nach den § 54, 705 ff. BGB. Das Verhältnis der Vereinsmitglieder zueinander bestimmt sich nach dieser Satzung. Der Verein ist nicht eingetragen und hat keine Rechtspersönlichkeit, kann aber ggf. wie eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts Rechte haben und bei Rechtsstreitigkeiten parteifähig sein. Er hat keinen Vorstand. Die Vereinsaufgaben werden durch die Versammlung der Vereinsmitglieder nach Bedarf auf Beauftragte des Vereins verteilt. Für Rechtsgeschäfte, die die Beauftragten für den Verein Dritten gegenüber vornehmen, haften sie persönlich. Vereinsbeiträge werden nicht erhoben. Alle Vereinsmitglieder erfüllen die von ihnen übernommenen Aufgaben auf eigene Kosten und in eigener Verantwortung bis zu ihrer Ablösung oder ihrem Rücktritt. Auslagenersatz findet nur statt, wenn er im einzelnen vor der beabsichtigten Auslage von den Anwesenden einer Vereinsversammlung persönlich beschlossen und gemeinsam finanziell verantwortet wird.
3. [Vereinsmitgliedschaft] Vereinsmitglied ist, wer sich in einer Vereinsversammlung persönlich vorstellt, seinen Aufnahmeantrag dort mündlich begründet, legitime Fragen von Anwesenden dazu ohne Ausweichen beantwortet, sodann von einer Vierfünftel-Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder aufgenommen und in der förmlich von dem damit Beauftragten des Vereins zu führenden Mitgliederliste registriert worden ist. Für den Ausschluß eines Vereinsmitglieds ist ebenfalls eine Mehrheit von vier Fünfteln der beschlußfassenden Vereinsersammlung erforderlich.
4. [Vereinssitzungen] Zu den Vereinssitzungen werden alle Vereinsmitglieder unter prägnanter Angabe aller wesentlichen Tagesordnungspunkte und Beifügung des Protokolls der letzten Vereinsversammlung schriftlich eingeladen. Die Einladung zu einer Sitzung ebenso wie ihre Protokollierung nimmt ein dafür bestimmter Beauftragter des Vereins vor; dieser führt auch die förmliche Liste der Vereinsmitglieder. Stimmrechte können von den Vereinsmitgliedern nur persönlich und in einer Mitgliederversammlung ausgeübt werden.
5. [Dauernde und vorübergehende Beauftragung] Die nicht nur vorübergehende Beauftragung von Vereinsmitgliedern mit Vereinsaufgaben setzt voraus, daß eine Mitgliederversammlung einen entsprechenden Beschluß mindestens mit einer Vierfünftel-Mehrheit faßt. Auf dieselbe Weise kann eine solche Beauftragung rückgängig gemacht werden. Vorübergehend Beauftragte werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder in einer Vereinssitzung bestimmt.
6. [Vereinsordnung] Die Vereinsordnung kann nur mit einer Vierfünftel-Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder beschlossen und geändert werden, wenn der entsprechende Beschlußantrag der Einladung zur Sitzung mit schriftlicher Begründung beigefügt ist.
Datum:
Unterschriften der Gründungsmitglieder:
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Begründung:
Die Regelungen beschränken sich auf das Nötigste, um dem Verein, der vermutlich auch künftig nur einen kleinen Mitgliederbestand haben wird, eine gewisse stabile Struktur zu geben. Diese muß deshalb in besonderem Maße arbeitssparend, kostensparend und flexibel genug für die eigentlich zu leistende Arbeit sein. Insoweit wird vor allem auf einen 'Vorstand', eine Vereinskasse und einen 'Kassenwart', generell auf die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (§§ 21 ff. BGB) verzichtet. Das hat allerdings eine prinzipielle Eigenhaftung der Vereinsmitglieder bei jedem Handeln für den Verein zur Folge.
P.1 der Satzung, welche juristisch ein Gesellschaftsvertrag ist, betont den ideellen Zweck der Vereinstätigkeit im Rahmen einer regional-heimatgeschichtlichen Erinnerungspflege und Gedenkstättenarbeit.
P. 2 versucht, die Vereinsaktivität im wesentlichen über dauernde und vorübergehende 'Auftragsverhältnisse' zu konstruieren. Daraus, daß diese an die Stelle von Vorstandskompetenzen treten sollen, erklären sich die vorgeschlagenen hohen Abstimmungsquoren
P. 3 soll mit seiner detaillierten Aufnahmeregelung vor allem einer 'Übernahme' oder Instrumentalsierung des Vereins für vereinsfremde Zwecke, selbst wenn diese unwahrscheinlich ist, sicherheitshalber entgegenwirken.
P. 4 regelt auch das Einladungs- und Protokollwesen und die Führung der Mitgliederliste als Auftragsverhältnis.
P. 5 dient demselben Zweck wie P. 3.
P. 6 soll ein unnötiges Hin und Her in Fragen der Vereinssatzung verhindern, eine Änderung aber nicht generell ausschließen.
6./14. Dez. 2009 Christian Gizewski