Christian Gizewski, Tietzenweg 98, 12203 Berlin, TEL und AB: 030/8337810 oder (wenn eingeschaltet) 0151 26759056, FAX: 030/84309266, EP: christian.gizewski@tu-berlin.de, WWW-Seite: http://www.AGiW/fak 1.tu-berlin.de.index.html

25. April 2010

Sehr geehrte Damen und Herren!

Hiermit lade ich Sie zu einem siebenten Treffen

des Arbeitskreises 'Projekt Ferch'

am Samstag, 29. Mai 2010, 15.00

im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Neuseddin,
Waldstraße 33, 14554 Seddiner See (ggf. Tel.: 033205/50400)

ein.

1. Beim gestrigen Treffen am 24. April ging es erneut um den Entwurf einer Denkmalsskulptur von Frau Maren Simon.

Die Anwesenden fanden sich zunächst am gewohnten Treffpunkt ein und fuhren dann, wie vorgesehen, mit PKW zur Besichtigung einiger möglicher Standorte, an denen eine von Frau Simon späterhin evtl. ausgeführte Statue angemessen aufgestellt werden könnte. Besichtigt wurden das Hauptgebäude der heutigen neuropsychiatrischen Klinik in Beelitz Heilstätten (heute im Eigentum der 'Kliniken Beelitz GmbH'), ein von repäsentativen alten, aber grundsanierungsbedürftigen Gebäuden umstandener und mit der Denkmalsplastik eines Sowjetsoldaten vesehener Hofinnenbreich im südöstlichen Teil des früheren Klinik-Gesamtgeländes (derzeit, nach Konkurs eines unternehmerischen Voreigentümers, erneut in derartigem Privateigentum), der Standplatz eines deutschen Kriegerdenkmals auf der nordwestlichen Seite der Eisenbahnunterführung am Bahnhof Beelitz (Stadt) und der Friedhof neben der Dorfkirche in Elsholz, wo bisher ein Gedenkstein mit der Inschrift "Den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung" steht.

Bei der Besprechungder Vorzüge und Nachteile möglicher Standorte wurde außer ihrer gegenwärtigen Schönheit und Würde ihr zeitgeschichtlicher Bezug auf die Kriegsendereignisse in der 'Region Ferch' bzw. in der ganzen Region zwischen Oder und Elbe zur Sprache gebracht.

Ferner stellten sich für die Teilnehmer überall die Fragen nach den Eigentumsverhältnissen und der wirtschaftlichen Seite künftiger Grundstücksnutzung (z. B. hinsichtlich einer Sanierung oder einer Neubebauung). Mitbedacht wurden auch das Diebstahlsrisiko für eine ungesichert im Freien stehende, wertvolle Bronzeplastik, wie sie Frau Simon sie konzipiert, des Vandalismus und auch der ganze Komplex der eindeutig zu regelnden Erhaltungs-, Pflege-, und Versicherungspflichten.

Zur Ausführung einer Statue kamen aus dem Kreis der Anwesenden folgende Anregungen und Gedanken: Sie solle eine Höhe von etwa 2,30 m haben, auf einem Sockel stehen, der Platz für eine kurze, aber dennoch angemessen genaue, vor allem aber unpathetische Inschrift bieten solle (etwa folgenden Inhalts: "Zur Erinnerung an die verlustreichen Kriegsereignisse in dieser Gegend im April/Mai 1945 und an alle Opfer aller Seiten."). Das Ausführungsmaterial werde am besten Bronze, nicht aber Ton oder Aluminium sein. Frau Simon möge einen genauen Kostenansatz für eine von ihr empfohlene Ausführungsvariante auch dem Arbeitskreis gegenüber begründen, damit dieser im Rahmen seiner Möglichkeiten entsprechende Empfehlungen abgeben könne.

2. Frau Simon war anwesend und nahm dies alles zur Kenntnis. Herr Gizewski wies bei der Beratung darauf hin, daß Frau Simon die Verantwortung für einen an das Brandenburgische Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung oder eine andere Förderungsstelle zu richtenden Förderunsantrag rechtlich selbst übernehmen müsse. Sie könne aber, wie offenkundig, auf eine ideelle Unterstützung aller Anwesenden rechnen. Da der Arbeitskreis 'Projekt Ferch' aber - selbst dann, wenn er einmal eine Rechtsform erhalten werde - grundsätzlich keine finanziellen und rechtlichen Verpflichtungen, auch nicht für die Ausführung eines wertvollen Statuen-Konzepts, werde übernehmen können, könne auch er 'als ganzer' (Problem der Rechtsstruktur) nur ideelle Unterstützung geben. Diese könne den historischen Sinn, die Uneigennützigkeit und Allgemeinwohlbezogenheit des Statuen-Projekts unterstreichen; Herr Gizewski könne ein wissenschaftlich-fachlich begründetes Votum i. S. seiner WWW-Seite zum 'Projekt Ferch' abgeben (http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html) . Für die künstlerische Seite des Konzepts sei ein kunstwissenschaftliches Gutachten sinnvoll.

3. Ferner ging es um die künftige Art der Information der im Arbeitskreis zusammenkommenden Interessenten. Herr Gizewski wies nochmals darauf hin, daß er künftig - wegen der erheblichen Arbeitsersparnis - grundsätzlich nur noch über das Internet einladen möchte, es sei denn, er werde von Arbeitskreis-Zugehörigen ausdrücklich um eine Einladung per Post gebeten oder es gebe irgendwelche anderen Gründe für eine Postzustellung. Bisher stehen acht Adressen auf einer besonderen Postzustellungsliste.

4. Angeregt wurde ferner, die Treffen künftig auch an anderen Orten stattfinden zu lassen. Herr Gizewski verwies demgegenüber auf den allseitigen Vorteil einer immer gleichbleibenden Treffpunktadresse in Neuseddin, Waldstraße 33, und einen immer gleichbleibenden Termin am letzten Samstag eines jeden Monats. Vielleicht lasse sich in Neuseddin oder Umgebung aber irgend ein Ort für gesellige Nach-Sitzungs-Treffen finden.

5. Beim nächsten Treffen können die Ergebnisse der gestrigen Exkursion nochmals besprochen werden.

Ferner wird voraussichtlich Herr Breithaupt vom Volksbund Deutsche Krieggräberfürsorge, der an dem gestrigen Treffen nicht teilnehmen konnte, seine Arbeit in Brandenburg, dabei auch das Konzept einer neuzugründenden Erinnerungs- und Dokumentationsstelle in Halbe zu den Kriegsendereignissen, vorstellen.

Leider muß es wieder einmal auch um das ungeliebte, aber in verschiedener Hinsicht (s. o. unter P. 2) unausweichliche Thema einer förmlichen Vereinsgründung gehen. Der Text des Ihnen bereits häufiger übermittelten Satzungsentwurfs ist dieser Einladung erneut beigefügt.

Ich danke wiederum für die mir zugänglich gemachten schriftlichen Erinnerungen oder Bilder, die unser Thema betreffen, und bitte weiterhin darum, mir alles zukommen zu lassen, was Ihrer Meinung nach zu unserem Thema paßt. Bitte vermerken Sie Ihren Namen und Ihre Adresse, ferner, ob und wann die Sachen ggf. zurückgegeben werden sollen und ob Dokumente als persönlich von ihren Verfassern verantwortete im Internet veröffentlicht werden können oder nicht. Späterhin sollen, wie früher bereits besprochen, solche Dokumente ggf. in einer Erinnerungsstätte archiviert werden.

Wenn Sie Fragen haben oder Vorschläge machen wollen, lassen Sie sie mich jederzeit gern wissen.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Christian Gizewski