1. Anfrage an die Behörde.
Christian Gizewski, Dr., Prof. (apl.) für Alte und Allgemeingeschichte an der Fakultät I - Geisteswissenschaften - der TU Berlin, Rechtsanwalt (ohne anwaltliches Einkommen), Geschäftsadresse Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel. und AB: 030-8337810 EP: christian.gizewski@tu-berlin.de, WWW-Seite: http://agiw.fak1.tu-berlin.de.
xxxxxxxxxxx
Landesamt für Soziales Berlin
Turmstr. 21
10559 Berlin
Tel: xxxxxxxxxxxx
EP: xxxxxxxxxxx

18. Sept, 2015

Betr.: Frau R. aus Rumänien, Communa Corbasco, Böcio, Paß/Kennkarte Nr. xxxxxxxxxxxxx, geb. 17. Juli 1991, ohne feste Adresse in Berlin (wohnungslos und folglich nicht angemeldet) mit Tochter Beatrice (2-j.)

Sehr geehrter /geehrte xxxxxxxxxxxxxxx!

Heute oder in den nächsten Tagen wird Frau R. mit ihrer Tochter bei Ihnen vorsprechen: Frau R. ist im 5. Monat schwanger. Es geht ihr nach meinem gefestigten Eindruck gesundheitlich und sozial schlecht. Was ihre Gesundheit betrifft, verfüge ich über Unterlagen aus etwas zurückliegender Zeit, die sie selbst nicht hat. Ich könnte Ihnen diese vorzeigen und erläutern, wenn nötig.

Früher war ich in der Lage, sie und ihre - z. Zt. in Rumänien befindliche, hepatitiskranke, des Deutschen völlig sprachunkundige - Mutter bei der Besorgung ihrer Angelegenheiten auch geldlich etwas zu unterstützen. Diese Möglichkeit habe ich leider nicht mehr. Es fehlt Frau R. nach wie vor an dem Nötigsten. Sie und ihr Mann oder Lebensgefährte, der Erzeuger des Kindes, erhalten keine Arbeit und müssen betteln. Frau R. fehlen wichtige, für eine Arbeitsaufnahme erforderliche, nachweisbare Sprachkenntnisse. Eine eigene Wohnung kann sie nicht bezahlen. Sie ist nicht krankenversichert.

Bitte seien Sie so freundlich, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten an einer Lösung der vielen Probleme mitzuwirken. Das wichtigste wäre, eine kostenlose Sprachschulung zu ermöglichen, eine bescheidene Unterbringung mit ihrem Kinde zu finanzieren und ihr etwas unentgeltliche gesundheitliche Fürsorge zuteilwerden zu lassen.

Wenn dasLandesamt für Gesundheit und Soziales dazu nicht in der Lage wären, bäte ich Sie um eine - rechtlich etwas - begründete Antwort, die Ihre vielleicht gegebenen gesetzlichen Handlungsgrenzen betrifft. Der Weiterverweis an sozialkaritative Stellen in Berlin würde nicht weiterhelfen, weil er schon bisher mehrfach nicht weitergeholfen hat..

Mit freundlichem Gruß

Christian Gizewski.