Rundbriefformular

Dokument I

Betreff: Einladung zur Konferenz ,Wikipedia trifft AltertumÔ
Datum: Mon, 21 Mar 2011 02:00:09 +0100
Von: Martin Rulsch <martin.rulsch@wikimedia.de>
An: lucius.hartmann@philologia.ch


Sehr geehrte Damen und Herren des Schweizerischen Altphilologenverbands,
sehr geehrter Herr Lucius Hartmann,

am 10. und 11. Juni 2011 wird in der Georg-August-Universität Göttingen
die Veranstaltung 'Wikipedia trifft Altertum. Freies Wissen, Neue
Medien, populäre Wissensvermittlung und Enzyklopädien in den
Altertumswissenschaften' stattfinden.[1] Ziel der Konferenz ist es,
Fachwissenschaftler und Wikipedia-Mitarbeiter des Fachbereiches
'Altertumswissenschaften' in einer Veranstaltung zusammenkommen zu
lassen, um den aktuellen Stand, aber auch die Probleme und Zukunft
dieses Bereiches gemeinschaftlich zu diskutieren. Im Gegensatz zu den
bisher viermal durchgeführten Wikipedia Academys[2] wird diese Konferenz
erstmalig einen speziellen Bereich umfassen. Die Tagung wird von der
Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, der Deutschen
Orient-Gesellschaft, dem Deutschen Altphilologenverband, dem Deutschen
Archäologen-Verband, dem Deutschen Archäologischen Institut, der
Mommsen-Gesellschaft, der Georg-August-Universität Göttingen und
Wikimedia Deutschland gefördert.

Das Programm der Konferenz[3] sieht nach einem wissenschaftlichen und
einem wikipediaorientierten Eröffnungsvortrag Präsentationen zu den
Bereichen 'Ägyptologie', 'Alte Geschichte', 'Altorientalistik',
'Altphilologie', 'Klassische Archäologie', 'Provinzialrömische Archäologie' und 'Vorderasiatische Archäologie' in der Wikipedia vor.
Dort tätige Wikipedia-Mitarbeiter stellen den aktuellen Artikelbestand
vor, beurteilen Stärken und Schwächen und diskutieren mit den
Teilnehmern über zukünftige Verbesserungen. Am darauffolgenden
Pfingstsamstag halten Altertumswissenschaftler und Wikipedia-Mitarbeiter
Vorträge zu den Themen 'Kooperation von altertumswissenschaftlichen
Internet-/Open-Access-Projekten', 'Vermittlung von enzyklopädischem
Wissen' und 'Chancen und Grenzen der Wikipedia bei der
Wissensvermittlung'.[4]

Gerne möchten wir auch Mitglieder Ihrer Organisation zu dieser
Veranstaltung einladen und bei Interesse auch für einen Vortrag im
Rahmen dieser Themen gewinnen. Für Referenten können Fahrt- und
Übernachtungskosten übernommen werden, der Eintritt zur Konferenz ist
kostenfrei. Die Referatszeit kann 30, 45 oder 60 Minuten betragen - rund
ein Drittel der jeweiligen Redezeit soll allerdings für Nachfragen und
Diskussionen zur Verfügung stehen. Eine gedruckte Publikation der
Vorträge ist gewünscht und geplant, eine endgültige Entscheidung
diesbezüglich hängt aber unter anderem von der Anzahl und Qualität der
Beiträge sowie von noch ausstehenden Verlagsverhandlungen ab. Natürlich
wären wir aber auch über Ihre generelle Teilnahme erfreut. Einen Flyer
mit allgemeinen Informationen und dem ausführlichen Programm lassen wir
Ihnen ab April zukommen.

Mit freundlichen Grüßen
Für das Organisationsteam
Martin Rulsch, B.A. Latein/Altgriechisch
Freie Universität Berlin

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedia_trifft_Altertum
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Academy
[3]
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedia_trifft_Altertum/Programm
[4]
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedia_trifft_Altertum/Vorträge
<http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedia_trifft_Altertum/Vortr%C3%A4ge>


Dokument 2

Sehr geehrter Herr Professor Gizewski,
Ich organisiere derzeit mit zwei weiteren Wikipedia-Autoren in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Klassische Philologie der Universität Göttingen und dem Verein Wikimedia Deutschland eine Konferenz zum Thema "Wikipedia trifft Altertum". Unterstützt werden wir darüber hinaus aktuell durch den Deutschen Altphilologenverband und die Deutsche Orientgesellschaft, weitere Unterstützung durch drei weitere Institutionen dieser Ebene ist fast sicher. Erstmals möchten wir von Seiten der Wikimedia-Autoren der Themenbereiche zum Altertum in direkten Kontakt mit den Vertretern eines Wissenschaftszweiges treten. Sie als treibende Kraft hinter dem Projekt "Alte Geschichte im WWW" scheinen hier geradezu als prädestiniert für dieses Thema.
Die Kritik an verschiedenen Themenbereichen in der Wikipedia ist immer wieder aus den Medien zu entnehmen. Dabei steht neben berechtigter Kritik auch viel Unverständnis dafür, was Wikipedia ist, leisten will und kann. Auf der anderen Seite wäre Feedback und Inputt aus der akademischen Welt auch für die Wikipedia-Autoren sinnvoll, ja ist sogar nötig. Die Qualität der Artikel zu den Altertumswissenschaften ist durchwachsen, aber dennoch im Vergleich zu viele anderen Geisteswissenschaften schon recht hoch. Diesen unter dem Strich positiven Weg wollen wir als Wikipedia-Autoren in angemessener Weise weiter bestreiten.
Zentrales Thema soll natürlich die Wikipedia sein, darüber hinaus sollen auch Randbereiche wie Freies Wissen, Neue Medien, populäre Wissensvermittlung, Enzyklopädien in den Altertumswissenschaften und Altertum im Internet sein. Für die Veranstaltung am 10. und 11. Juni in Göttingen suchen wir für den zweiten Tag noch Referenten. Hätten sie nicht vielleicht Interesse sich im Rahmen der angegebenen Themen zu beteiligen? Auch ohne Vortrag würden wir uns natürlich über eine Teilnahme freuen.
Weitere Angaben finden sich auf der Webseite: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedia_trifft_Altertum
Mit freundlichen Grüßen

Marcus Cyron


Anlage zwecks eventueller Diskussion.

Stichworte zu einer eventuellen Diskussion außerhalb des Tagungsthemas: Zur Perspektive von 'Wikipedia' - zwischen 'brotloser Freiwilligkeit', verengender wissenschaftlicher Professionalisierung und Vereinnahmung durch wirtschaftliche oder politische Interessen.
a) Zur Entwicklung von Fördererkreis und 'Verfassung der 'Wikipedia'-Organisation
b) Zu einigen Problemen einer nicht in hierarchischen, sondern in matrix-förmigen Organisation.
c) Zur ständigen Verbesserung verständlicher Sprachform.
d) Zur möglichen Überforderung der Bereichsverantwortlichen mit intensiver, aber kostenlos erbrachter Dauerarbeit ohne berufliche Perspektive.
e) Selbstbewußte Verbindungen zur universitären Wisssenschaft in allen wissenschaftsstrukturellen und themenorientierten Fragen.
f) Das Problem einer finanziellen Förderung durch Wirtschaftsunternehmen wegen möglicher Konsequenzen für die 'Wikipedia'-Organisation (Duldung von Werbung und inhaltlichen Vorgaben).
g) Die Notwendigkeit einer systematischen Vorsorge für den Fall staatlicher oder sonstiger Interventionen in das Internet in politischen Krisenzeiten.

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