aktuell depleted uranium - update 2012/Nov/05

„Ich denke, dass mindestens 100 Wissenschaftler, die sich mit den biomedizinischen Aspek­ten der Nied­rigstrahlung beschäftigt haben – mich, Gofman, eingeschlossen – Kandidaten für ein Nürnberg-ähnliches Gericht sind, da sie mit ihrer großen Nachlässigkeit und Verant­wortungslosigkeit Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben. Denn jetzt, wo die Gefahren niedriger Alpha-Strahlung bekannt sind, ist dies nicht mehr nur ein Experiment, das wir gemacht haben, sondern Mord.“
Aus Frieder Wagner (Hg.), Uranbomben – Die verheimlichte Massenvernichtungswaffe


Links zum Thema Uranmunition:

F. Alani: Falluja, A lost Generation (Video)
F. Alani: Falluja, A lost Generation (Transcript englisch & Übersetzung deutsch)
F. Alani: Vorwort von C. Busby zu: Falluja, A lost Generation (Transcript englisch & Übersetzung deutsch)
F. Alani: Pressure grows for increased transparency over France’s depleted uranium testing range
Frieder Wagner: Todesstaub – Uranmunition im Irak, in Serbien, Bosnien ... (Video)
Frieder Wagner: Zyniker der Macht – Die Uran-Massenvernichtungswaffen der USA und die Reaktionen in Deutschland
Innsbruck, Cinematograph: Interview mit Frieder Wagner (50 min), 25. April 2012 (Video)
BiegertLodge: Der Staub des Todes, gesendet am 4. Dezember 2008 (Text)
Chris Busby et al, 2011: Uranium and other contaminants in hair from the parents of children with congenital anomalies in Fallujah, Iraq
Chris Busby, Brussels 2010: Uranium and Health – The Health Effects of Exposure to Uranium and Uranium Weapons Fallout (pdf)
Russia Today, 14. Okt. 2012: Horrors of war: US, UK munitions ‘cause birth defects in Iraq’
Russia Today, 15. Okt. 2012: Iraqi Birth Defects Surge from US Depleted Uranium Ammo (Video)
Springerlink.com, 16. Sept. 2012: Metal Contamination and the Epidemic of Congenital Birth Defects in Iraqi Cities (pdf)
Doug Rokke: Rokke spricht über Depleted Uranium (DU) in der University Baptist Church in Seattle (Video)
Doug Rokke: Einsatz von abgereichertem Uran – Ein Verbrechen gegen die Menschheit
David Rovics: Mein Name ist Mikailo ...



Zyniker der Macht
Die Uran-Massenvernichtungswaffen der USA und die Reaktionen in Deutschland

von Frieder Wagner, Köln

Stellen Sie sich vor, jemand käme auf die Idee, 1000 Tonnen des atomaren Abfallprodukts "abgereichertes Uran" (Uran 238) zu Feinstaub zu zermahlen und würde dann diesen Uranstaub aus einem Flugzeug über Deutschland verteilen. Das wäre eine entsetzliche Katastrophe. Es dürften keine Fußballspiele mehr stattfinden, alle Stadien und Kinderspielplätze würden geschlossen und alle sportlichen Outdoor-Veranstaltungen müssten verboten werden. Niemand dürfte mehr ohne Schutzanzüge und Gasmasken auf die Straße gehen – auch nicht zum Einkaufen. Nach wenigen Wochen würden Tausende von Kleinkindern an aggressiven Leukämien erkranken. Monate später würden 10-Tausende von gerade noch gesunden Erwachsenen an Krebs erkranken, später dann Hunderttausende, noch später Millionen. Wenn Sie jetzt sagen, dass das ja zum Glück nur ein Gedankenspiel ist, dann muss ich Ihnen leider sagen:

Willkommen im Irak, im Kosovo, in Afghanistan, willkommen in Serbien und in Somalia. Denn die Alliierten haben in allen ihren vergangenen Kriegen in diesen Ländern diese Waffen aus abgereichertem Uran angewendet. Mit dem Ergebnis, dass in diesen Ländern jetzt Erwachsene an Mehrfachkrebs erkranken und Babys ohne Augen, ohne Beine und Arme, Babys, die ihre inneren Organe in einem Hautsack außen am Körper tragen, geboren werden und unter furchtbaren Schmerzen irgendwann sterben.

Uranmunition und Uranbomben sind die wohl furchtbarsten Waffen, die heutzutage in Kriegen eingesetzt werden, weil sie die Menschheit unweigerlich in den Abgrund führen. Denn eine der Folgen der Anwendung von Uranwaffen ist, dass es bei Mensch und Tier zu Chromosomenbrüchen kommt und so der genetische Code verändert wird. Das ist seit Jahrzehnten eine wissenschaftliche Tatsache und der amerikanische Biologe und Genetiker Dr. Hermann Joseph Muller hat dafür schon 1946 den Nobelpreis erhalten. Trotzdem haben die alliierten Streitkräfte unter Führung der USA in den vergangenen Kriegen so getan, als würde es diese Tatsache nicht geben. Aus einer vertraulichen Mitteilung des britischen Verteidigungsministeriums wissen wir inzwischen, dass schon die Anwendung von 40 Tonnen dieser Uranmunition zu 500.000 Nachfolgetoten führt und zwar durch so entstehende hoch aggressive Krebstumore und Leukämien.

Das ist aber noch nicht alles: Bei den hohen Verbrennungs-Temperaturen von bis zu 5000 Grad Celsius verbrennt das Urangeschoss zu keramisierten, Wasser unlöslichen Nanopartikelchen, die 100 Mal kleiner sind als ein rotes Blutkörperchen. Das heißt, es entsteht praktisch ein Metallgas und dieses Metallgas ist weiterhin radioaktiv und hochgiftig. Auch amerikanischen Militärwissenschaftlern ist inzwischen die Tatsache bekannt, dass diese Nanopartikelchen eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen, im menschlichen und tierischen Körper überall hinwandern können: in alle Organe, ins Gehirn, in die weiblichen Eizellen und in den männlichen Samen. Schon 1997 wurde bei fünf von 25 amerikanischen Veteranen, die seit dem Golfkrieg 1991 Uranfragmente im Körper haben, abgereichertes Uran 238 im Sperma festgestellt, mit allen schrecklichen Folgen von genetischen Defekten und Missbildungen, schreibt die australische Ärztin Dr. Helen Caldicott so vom Nuclear Police Research Institut, Washington D.C. Ähnliches haben wir schon nach den Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki und nach der Tschernobyl-Katastrophe erlebt.

Die weltweit anerkannte Strahlenbiologin Rosalie Bertell, die schon die Bundesregierung in Sachen Schneller Brüter Kalkar beraten hat, sagt deshalb:
„Es ist wissenschaftlich unbestritten, dass das abgereicherte Uran beim Verbrennen von Temperaturen bis zu 5000 Grad Celsius einen unsichtbaren gefährlichen Metallrauch erzeugt. Dies allein stellt eine Verletzung des Genfer Protokolls für das Verbot des Gebrauchs von Gas im Krieg dar, denn Metallrauch entspricht einem Gas."

Und Rosalie Bertell ist sich mit anderen renommierten Wissenschaftlern darüber einig, dass allein im Irak, wo im Krieg 2003 allein etwa 2000 Tonnen Uranwaffen eingesetzt wurden, in den nächsten 15 – 20 Jahren ca. 5 – 7 Millionen Menschen an den Folgen der Anwendung dieser Uranwaffen sterben werden und zwar an Krebs und aggressiven Leukämien – das wäre ein wissentlich und willentlich herbeigeführter Genozid. Und die dafür Verantwortlichen dieses völkerrechtswidrigen Krieges, der natürlich auch wie der Kosovokrieg mit Lügen begann, der amerikanische Präsident George W. Bush und der ehemalige britische Premier Tony Blair gehören beide aufgrund dieser Kriegsverbrechen vor ein internationales Kriegsverbrechertribunal.

Durch die Anwendung dieser Uranmunition sind im Irak, im Kosovo und natürlich auch in Afghanistan inzwischen ganze Regionen wegen der radioaktiven und hochgiftigen Kontamination durch die Uranwaffen nicht mehr bewohnbar. Dies wurde im letzten Jahr durch eine Veröffentlichung der irakischen Presseagentur bestätigt, in der stand, dass nach Untersuchungen von unabhängigen, irakischen Wissenschaftlern festgestellt wurde, dass durch die Bombardierung der Alliierten mit Uranbomben im Krieg 1991 und 2003 im Irak heute 18 Regionen nicht mehr bewohnbar sind und dass deshalb die Bevölkerung dort evakuiert werden müsste.

Und das liest man hier in keiner Zeitung und man erfährt es auch nicht aus den TV-Medien, weil das Thema „Uranmunition und die Folgen“ ein Tabuthema geworden ist. Denn nicht die viel beschworene Klimakatastrophe ist die unbequemste Wahrheit, nein die unbequemste Wahrheit sind die furchtbaren Folgen der Uranmunition. Ich prognostiziere hier an dieser Stelle und bin mir da einig mit vielen unabhängigen Wissenschaftlern weltweit, dass von unseren Tausenden eingesetzten Soldaten im Kosovo und in Afghanistan und das gilt für alle dort stationierten Soldaten, womöglich bis zu 30 % durch Uranmunition kontaminiert nach Hause kommen werden. Und diese jungen Soldaten werden alle mit ihren Ehefrauen und zukünftigen Ehefrauen Kinder zeugen und werden, ohne es zu wissen, ihre Kontamination an ihre Kinder und Kindeskinder weitergeben, mit allen furchtbaren Folgen von Missbildungen, Immunschwäche, Leukämien und Krebstumoren – auch bei ihren Nachkommen.

Die Bundestagsfraktion "Die Linke" hat in 2008 eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt mit einem Fragenkatalog über die Folgen der Uranmunition. Diese Fragen hat der damalige Staatsminister Gernot Erler von der SPD im Namen der Bundesregierung beantwortet. Eine der Fragen lautete, ob der Bundesregierung Erkenntnisse über den Einsatz von Uranmunition in Afghanistan seit 2001 vorliegen und ob uns die Alliierten entsprechend informieren?

Der Staatsminister Gernot Erler antwortete wörtlich:
„Der Bundesregierung liegen keine eigenen Erkenntnisse zu möglichen Einsatzorten bzw. -zeiten von Munition mit abgereichertem Uran in Afghanistan seit 2001 vor“ und:
„Der Bundesregierung wird ein Einsatz von Muntion mit abgereichertem Uran nicht angezeigt. Eine Informationspflicht hierzu besteht nicht.“

Wie muss ich dann aber eine Anweisung verstehen, die mir in Kopie zugegangen ist und die als „VERSCHLUSSACHE – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH“ deklariert ist und aus dem Verteidigungsministerium aus dem Jahr 2003 stammt. Dort heißt es auf Seite 25 unter: 1.3.3 Gefährdung durch DU-Munition
"Bei der Operation "Enduring Freedom" zur Unterstützung der Nordallianz gegen das Taleban-Regime wurde durch US-Kampfflugzeuge unter anderem auch panzerbrechende Brandmunition mit Uran-Kern eingesetzt.
Beim Einsatz dieser Munition gegen Hartziele (z.B. Pz, Kfz) entzündet sich das Uran auf Grund seiner pyrophoren Wirkung. Bei der Verbrennung entstehen besonders an und in den Zielen sesshafte toxische Stäube, die jederzeit aufgewirbelt werden können.
DU-Munition kann deshalb bei ungeschütztem Personal toxische und radiologische Schädigungen hervorrufen:
+ Gefahr einer Schwermetallvergiftung
+ Gefahr durch sehr schwachen radioaktiven Strahler"

(Quelle: Archiv des Verfassers und: http://web.bandepleteduranium.org/tools/print.php?id=283)

Dieses Papier beweist, dass der damalige Staatsminister Gernot Erler das Parlament, den Parlamentspräsidenten und uns das Volk belogen hat, wenn er sagt, der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu möglichen Einsatzorten von Uranmunition in Afghanistan seit 2001 vor.

Welche Schlüsse müssen wir daraus ziehen, dass uns Politiker heute derart belügen? Und die Lügen und das Verschweigen von Fakten geht ja ständig weiter, wie es auch z.B. die Tanklastwagen-Affäre Kundus gezeigt hat, viel schlimmer aber, wenn Regierungen weltweit behaupten: Unsere Atomkraftwerke wären sicher! Die Katastrophe im heutigen Japan zeigt, dass das Lügen sind.

In Sachen Uranmunition können wir jedenfalls Folgendes sagen:
Die Gefahren der Uran-Munition waren seit dem Golf-Krieg von 1991 und dem Kosovo-Krieg 1999 öffentlich und bekannt, auch unseren damaligen und heutigen Politikern. Wer darum 2001 für den Afghanistankrieg und 2003 für einen erneuten Golfkrieg gestimmt hat, der stimmte nicht nur für einen völkerrechtswidrigen Krieg, er war damit auch wissentlich und willentlich für das Kriegsverbrechen der Uranmunition. Hochrangige Persönlichkeiten und Politiker, wie z.B. unsere heutige Kanzlerin Angela Merkel und andere haben sich in Deutschland 2003 für diesen Golfkrieg ausgesprochen und andere Politiker schon vorher für den Afghanistankrieg und den Kosovokrieg. Sie alle können sich nun nicht darauf zurückziehen, von der zwangsläufigen Verwendung von Uranmunition und den Folgen in einer heutigen kriegerischen Auseinandersetzung nichts gewusst zu haben. Auch nicht der jetzige und der zurück getretene Verteidigungsminister Herr zu Guttenberg. Sie werden sich alle für die Folgen eines Tages verantworten müssen. So wie es der amerikanische Wissenschaftler John W. Gofman, der als Physiker an der Entwicklung der Hiroshimabombe mitgearbeitet hat und der auch Arzt war, schon 1979 in einem Offenen Brief gefordert hat. Er schrieb schon damals, lange vor unserer Diskussion über die Uranwaffen:

"Ich denke, dass mindestens 100 Wissenschaftler, die sich mit den biomedizinischen Aspekten der Niedrigstrahlung beschäftigt haben – mich, Gofman, eingeschlossen – Kandidaten für ein Nürnberg ähnliches Gericht sind, da sie mit ihrer großen Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben. Denn jetzt, wo die Gefahren niedriger Alpha-Strahlung bekannt sind, ist dies nicht mehr nur ein Experiment, das wir gemacht haben, sondern Mord."

Und ich sage Ihnen: unsere heutige Bundeskanzlerin ist von Beruf Physikerin, sie muss also die furchtbaren Folgen eines Einsatzes von Uranwaffen und auch das Risiko von AKWs sehr genau kennen.

Denn wenn Urangeschosse einen Panzer oder eine Uranbombe eine Stahlbetonwand trifft, und sei sie auch sechs Meter dick, dann geht eine solche Waffe durch diese Panzerung wie ein "Messer durch Butter". Dabei entsteht jeweils ein Reibungsabrieb von abgereichertem Uran, der sich bei der großen Reibungshitze von weit über 1000 Grad Celsius von allein entzündet. Dabei verbrennt das abgereicherte Uran explosionsartig. Die Soldaten in einem Panzer verglühen und der Panzer selbst explodiert durch seine eigene Munition und das Benzin. Dabei verbrennt das abgereicherte Uran bei Temperaturen von 1000 – 5000 Grad Celsius zu winzigen keramisierten Uranoxid-Partikelchen in Nanogröße, etwa 100 mal kleiner als ein rotes Blutkörperchen. Bei Nacht sieht man eine hellglühende Explosionswolke, die größer und größer wird und dann sieht man zuletzt diese weißglühenden "Sterne", die herunter fallen und verglühen, fast wie bei einem Feuerwerk. Bei Tag sieht man eine blauschwarze Explosionswolke, die immer mehr anwächst und nach oben steigt – ein blauschwarzes "Metallrauchgas". Bei der enormen Hitze keramisieren die Uranoxid-Teilchen in Nanogröße zu Wasser unlöslichen Feinstaubpartikelchen.

Die Bundesregierung sagt: "Es gibt im Humanitären Völkerrecht bislang keine Bestimmung, die generell den Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran verbietet". (Quelle: Parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey und Christian Schmidt aus dem BfV an den Verfasser und diverse Bundestagsabgeordnete in 2008 und 2009)

Tatsächlich kommt in der Haager- und Genfer Konvention das Wort „Uranmunition“ nicht vor, aber dort sind giftige Gase und radioaktive Waffen längst verboten – und ein Metallrauchgas aus Uranoxid-Nanopartikelchen – 100 mal kleiner als ein rotes Blutkörperchen – ist ein solches Giftgas.

"Dies allein stellt eine Verletzung des Genfer Protokolls für das Verbot des Gebrauchs von Gas im Krieg dar, denn Metallrauch aus Uranoxid entspricht einem Gas", sagt die Biologin Rosalie Bertell, die weltweit als Expertin für biostatistische und epidemiologische Studien zur Erfassung von Gesundheitsrisiken, insbesondere durch Radioaktivität anerkannt ist. (Quelle: International Journal of Health Services, Volume 36, Number 3, Pages 503-520, 2006).

Das Genfer Protokoll, das Gas als Waffe verbietet, wurde von den USA am 22. Januar 1975 unterzeichnet. Großbritannien unterzeichnete dieses Protokoll schon am 9. April 1930. Die Verpflichtung gegenüber diesem Genfer Protokoll war den USA und Großbritannien vor dem Irakkrieg 1991 also sehr wohl bekannt. Sie setzten sich aber in diesem Krieg und allen nachfolgenden, in Bosnien 1995, Kosovo 1999, Afghanistan 2001 und Irak 2003, darüber hinweg.

Die Bundesregierung behauptet: "Bis heute hat keine Untersuchung einen wissenschaftlich nachweisbaren ursächlichen Zusammenhang zwischen der Verwendung abgereicherten Urans in Munition und den von Medienberichten damit in Verbindung gebrachten Krankheiten ergeben". (Quelle: Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Kossendey aus dem BfV an den Verfasser und diverse Bundestagsabgeordnete in 2008)

Dazu muss gesagt werden: Das stimmt nicht! So hat die britische Regierung und ein britisches Gericht schon 2004 anerkannt, dass dem britischen Golfkriegsveteran Kenny Duncan eine höhere Rente zusteht, weil seine Erkrankungen, die er sich im Golfkrieg 1991 zugezogen hatte, durch eingeatmetes, abgereichertes Uran ausgelöst worden waren. Das war möglich geworden, weil der deutsche Chemiker Prof. Albrecht Schott mit eigenen Geldmitteln die Gene von erkrankten britischen Golfkriegsveteranen untersuchen ließ. Denn nachdem man im Urin von Kenny Duncan zunächst schon abgereichertes Uran nachgewiesen hatte, konnte das Team von Prof. Schott im Blut von Kenny Duncan auffallend viele genetische Veränderungen feststellen, und zwar von einer Art, die typisch für Radioaktivität ist und die nicht von anderen Ursachen herrühren kann. Prof. Schott erklärt dazu in meinem Film "Todesstaub":

"Kenny Duncan war vor dem Golfkrieg von 1991 ein Kraft strotzender, gesunder Mann, seine Chromosomen waren völlig in Ordnung. Dann kam die Strahlung, weil er im Golfkrieg Monate lang britische Panzer repariert hatte, die durch die eigenen Truppen, durch 'friendly fire', getroffen worden waren. So kam es bei ihm, wie wir eindeutig festgestellt haben, zu Chromosomenbrüchen. Je höher die Rate an Chromosomenbrüchen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Krebs. Diese hohe Zahl von Chromosomenbrüchen kann man in der Familie von Kenny Duncan und seiner Frau Mandy sehen. Sie haben drei Kinder und alle drei Kinder sind genetisch schwer geschädigt. Das Uran ist bei der Verbrennung zu so kleinen Nanopartikeln verbrannt, das es überall im Körper hin gelangt, nicht nur zu den Lymphozyten, auch zum Gehirn, zur Leber, auch zum Sperma und zu den Eizellen. Deshalb sind die Kinder von Kenny Duncan genetisch krank. Diese Kinder haben auch gesch& auml;digte Chromosomen und sie werden natürlich hohe Raten genetisch geschädigter Kinder hervorbringen, und deren Kindeskinder wieder." (Quelle: Dokumentarfilm "Deadly Dust" von Frieder Wagner, Köln 2006/2007 und: Prof. Dr. Albrecht Schott, WODUC e.V.: Gegen den Uranmissbrauch, Zeit-Fragen Nr.:19 v. 14. 05. 2007 und: Schroeder H, Heimers A, Frentzel-Beime R, Schott A, Hoffmann W.: Chromosome Aberration Analysis in Peripheral Lymphocytes of Gulf War and Balkans War Veterans. Radiate Prot Dosimetry 2003. 103:211-9).

Es gibt inzwischen noch zwei andere Fälle von Erkrankungen von Soldaten, bei denen es „einen wissenschaftlich nachweisbaren ursächlichen Zusammenhang zwischen der Verwendung abgereicherten Urans in Munition und den von Medienberichten damit in Verbindung gebrachten Krankheiten“ gibt:

Am 26. Juni 2004 erhielt die Familie eines italienischen Uranwaffenopfers, die des Offiziers Stefano Melone, weltweit die zweite Entschädigung durch einen Staat, der Soldaten im Balkan stationiert hat. Stefano Melone war Pilot eines Hubschraubers und war als solcher in ganz Serbien und besonders im Kosovo im Einsatz gewesen. Im Februar 2000 wurde bei ihm plötzlich ein aggressiver Krebs diagnostiziert. Im August 2000 wurde der Zusammenhang seiner Krankheit mit seinem Militärdienst von einer italienischen Militärkommission anerkannt. Daraufhin beantragte Melone eine Arbeitsunfähigkeitsrente vom italienischen Verteidigungsministerium. Leider verstarb Stefano Melone nach mehreren Operationen im November 2001. Die Familie des Soldaten zog vor Gericht. Nach zweieinhalb Jahren Prozessdauer verurteilte ein römisches Gericht am 26. Juni 2004 das italienische Verteidigungsministerium dazu, der Familie des verstorbenen Soldaten eine Entschädigung in Höhe von 500.000 Euros zu zahlen. Laut Urteil des Gerichts wurde Melones Tod „durch Aussetzung von radioaktiven und krebserregenden Substanzen“ während seines Dienstes auf dem Balkan von 1995 bis 1999 verursacht. Das Gericht hatte sich zu dieser Formulierung entschlossen, nachdem ein Gremium von Ärzten im Laufe des Verfahrens eindeutig festgestellt hatte, dass die Erkrankung des Soldaten durch den Einsatz radioaktiver Uranmunition auf dem Balkan verursacht worden war.

Damit war Stefano Melone weltweit der zweite Soldat dessen Erkrankung auf den Einsatz von Uranmunition zurückzuführen war und durch ein Gericht bestätigt wurde.

Das blieb nicht der letzte Fall. So meldete am 13. Januar 2009 die österreichische Tageszeitung „Der Standard“: Neues Präzedenzurteil zu Balkan-Syndrom – Italienischer Soldat erhält 545.000 Euro Entschädigung! Damit war zum zweiten Mal das italienische Verteidigungsministerium zur Zahlung einer Entschädigung verurteilt worden. Diesmal hatte der Soldat Giambattista Marcia geklagt. Er war nach einem achtmonatigen Einsatz in Somalia vom Dezember 1992 bis Juli 1993 am sogenannten Hodgkin-Lymphom erkrankt. Seine Ärzte haben radioaktives Material für die Erkrankung des Soldaten verantwortlich gemacht, meldete auch die Tageszeitung „Corriere della Sera“. Laut dem Gericht in Rom war das italienische Verteidigungsministerium über die Gefährlichkeit des schwach-radioaktiven Urans in der eingesetzten Munition informiert gewesen und hätte die Soldaten besser schützen sollen. Denn während die US Militärs bei 40 Grad im Schatten bei ihrem Einsatz in Somalia Schutzanzüge, Schutzmasken, Handschuhe und Brillen getragen hätten, sind die italienischen Soldaten mit kurzen Hosen und T-Shirts herumgelaufen.

Falco Accame, der eine Vereinigung der an radioaktiver Uranmunition erkrankten italienischen Soldaten eingerichtet hat, äußert sich zum Urteil: "Seit 1984 seien dem italienischen Verteidigungsministerium Unterlagen zum Einsatz von Uranmunition vorgelegen, so wie sehr wahrscheinlich auch den anderen Natoländern. Im Golfkrieg 1991 sei das Prinzip der Vorsorge von den USA noch nicht angewendet worden, hingegen 1993 beim Einsatz in Somalia schon. Erst 1999 sei diese Gefahr durch die KFOR Truppen im Balkan in Italien öffentlich geworden." Deshalb sagte das Gericht in Rom: "Die Nichtanwendung des Prinzips der Vorsorge müsse als Verbrechen eingestuft werden".

Ich komme darum zu folgendem Fazit:
Die neuere und insbesondere die unabhängige Forschung hat hinreichend Beweise erbracht, dass Menschen, die durch Uranaerosole abgereichertes Uran in ihren Körper aufgenommen haben, seien es Soldaten oder Zivilbevölkerung, aber vor allem Kinder und Jugendliche, einer schweren Gefährdung ihrer Gesundheit und ihres Lebens ausgesetzt sind, besonders im Irak, in Afghanistan, im Kosovo, in Serbien und in Somalia, aber auch im Libanon und womöglich auch in Gaza.

Das allein reicht aus, um von den Regierungen der Welt, also in den Vereinten Nationen und im UN-Sicherheitsrat, aber natürlich auch in unserem Parlament ein Verbot des Einsatzes von Uranwaffen zu fordern. Denn keine Macht dieser Welt hat das Recht, auf ihren selbstherrlich gewählten Kriegsschauplätzen ganze Regionen unbewohnbar zu machen und die Menschen noch lange nach Beendigung der Kriegshandlungen zu vergiften und zu töten. Denn bei einer Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren vernichten wir mit abgereicherten Uranwaffen den Lebensraum unserer Kinder und Kindeskinder und die werden uns dafür zu Recht eines Tages verfluchen.

Und was sagen unsere Mainstream-Medien zu dieser Problematik? Sie schweigen – sie müssen inzwischen schweigen.

Doch das war nicht immer so und da können wir eine erschreckende Entwicklung erkennen. Bis zum Januar 2001 haben die meisten großen deutschen Tageszeitungen und entsprechende politische Fernsehmagazine immer wieder über mögliche Gefahren und sogar Missbildungen bei Neugeborenen, hervorgerufen durch die uranhaltige Munition der Alliierten, berichtet. Magazine wie MONITOR und PANORAMA hatten Beiträge über die Folgen dieser Munition gebracht. MONITOR sprach Ende 1999 sogar einmal von "ganzen Landstrichen im Kosovo", die womöglich mit Uran verseucht seien.

Der SPIEGEL Redakteur Siegesmund von Ilsemann konnte in der SPIEGEL-Ausgabe 3 u. 4 im Januar 2001 unter dem Titel "Tödlicher Staub" noch auf fast 12 Seiten über die Gefahren, die von den Urangeschossen für Mensch und Natur ausgehen, berichten.

Dann starben im Kosovo die ersten portugisischen KFOR-Soldaten an höchst aggressiven Krebstumoren und Leukämien. Und in der Bundesrepublik Deutschland geriet Verteidigungsminister Rudolf Scharping durch diese Meldungen in der Presse zum Neujahr 2001 heftig unter Druck, weil viele Ehefrauen von unseren Soldaten im Kosovo fragten: Welche Gefahren bestehen für unsere Soldaten?

Deshalb war man sich im Pentagon und in der Nato Ende 1999 schnell einig: Das Thema Uranmunition musste raus aus den Medien! Und dazu hat man sich in Deutschland der Wochenzeitung DIE ZEIT bedient: Diese Zeitung hat Mitte Januar 2001 durch ihren Wissenschaftsjournalisten Gero von Randow unter dem Titel "Das Golfkriegssyndrom" die Wende eingeläutet. Auf einer ganzen Seite durfte von Randow seine Sicht der Dinge und was er von den Berichten der Konkurrenz zu diesem Thema hielt, darlegen. Schon im Untertitel konnte man lesen wohin das führen würde. Er schrieb dort: "Die Medien schüren Angst und Fakten spielen keine Rolle".

Wenn nun jemand auf die Idee gekommen wäre, zu fragen: Wie kann es sein, dass ein Redakteur der ZEIT sich mit den Kollegen großer Zeitungen anlegen kann? Nun, da müssen wir die damaligen Zeitumstände der ZEIT recherchieren: Ende 1999 wurde ein gewisser Dr. Theo Sommer von Verteidigungsminister Rudolf Scharping als Sonderbeauftragter zur Untersuchung über Urangeschosse und deren Folgen in eine entsprechende Kommission berufen. Laut Impressum der ZEIT war Theo Sommer damals im Beirat dieser Zeitung und Chefredakteur, Gero von Randow einfacher Redakteur. Zählt man nun eins und eins zusammen, so erfährt man, dass Gero von Randows Beitrag in der ZEIT in Abstimmung mit den Ergebnissen der Kommission des Dr. Theo Sommer und nicht zufällig erfolgte. Konnten doch so zwei Dinge gleichzeitig gelöst werden: Theo Sommer erwies sich als höchst zuverlässig im Sinne seines Auftraggebers Scharping und DIE ZEIT outete sich als Regierungssprachrohr, in dem der Redakteur Gero von Randow Journalistenschelte gegenüber der Konkurrenz betreiben konnte. Stützen konnte er sich vorab auf die Ergebnisse der sogenannten "Dr. Theo Sommer Studie". Das Ergebnis der Studie war knapp zusammengefasst Folgendes: Die im Kosovo eingesetzte Uranmunition ist für unsere dort stationierten Soldaten vollkommen ungefährlich. Dabei stützte sich die Studie auf Untersuchungen der UNEP und der WHO und auch auf eine Studie, die das Institut für Strahlenschutz in Neuherberg bei München im Auftrag des Verteidigungsministeriums unter Scharping veranlasst hatte. All diese Studien gelten heute bei neutralen Wissenschaftlern als höchst umstritten oder völlig überholt.

Nach Aussage des früheren WHO-Wissenschaftlers Dr. Keith Baverstock im Hörfunk von Bayern 2 am 4.12.2008, liegen allein im "Giftschrank" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 16 Studien bzw. Faktensammlungen zu dem Thema "Uranmunition und gesundheitliche Folgen", die alle beweisen, dass gerade die beiden Komponenten: hohe Giftigkeit und Radioaktivität dieser Waffe sich gegenseitig kulminierend unterstützen und so die hoch aggressiven Krebserkrankungen hervorrufen. 16 Studien, die nicht veröffentlicht wurden – das ist unfassbar!

Und warum werden diese nicht veröffentlicht? Die Erklärung lieferte schon am 16.02.01 der Journalist Robert James Parsons in "Le Monde Diplomatique". Parsons hatte herausgefunden und lieferte das Dokument gleich mit, dass die WHO schon 1959 mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) einen Vertrag geschlossen hat, indem sich die WHO verpflichtet niemals Erkenntnisse über Radioaktivität und gesundheitliche Folgen zu veröffentlichen, wenn die IAEO dem nicht zugestimmt hat. Und weil die IAEO bis heute solchen kritischen Veröffentlichungen nicht zugestimmt hat, bleiben solche Studien im "Giftschrank" der WHO.

Bis zum Jahr 2001 haben die europäischen Medien also eigentlich gute Aufklärungsarbeit in Sachen Uranwaffen geleistet. Die Alliierten, besonders die USA und die britische Regierung liefen also Gefahr, dass man früher oder später aus ethisch-moralischen Gründen mit dem Finger auf sie zeigen würde. In den USA hatten zudem einige Rechtsanwälte Sammelklagen gegen die amerikanische Regierung eingereicht, in der über 600 Golfkriegsteilnehmer, die heute schwer missgebildete Kinder haben, um Wiedergutmachungszahlungen in Milliardenhöhe klagen. Den Verantwortlichen im Pentagon ist also klar geworden, dass es hier nicht, wie bei der Klimakatastrophe, um ein Problem geht, das alle Industrieländer der Erde verursacht haben, sondern dass für die Folgen, die der Welt und den Menschen durch die Anwendung der Uranwaffen drohen, nur sie mit ihrem Verbündeten Großbritannien verantwortlich sind. So musste das Thema Uranwaffen aus den Medien verschwinden. Dass sich auch unsere Presse dem so beugt, weil DIE ZEIT angebliche Gegenbeweise vorlegt hat, hätte ich noch vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten.

Inzwischen ist es so, dass missliebige Journalisten und Filmemacher von ihren Arbeitgebern keine Aufträge mehr erhalten. Drei mir namentlich bekannte Kollegen haben inzwischen quasi Hausverbot bei öffentlich-rechtlichen Sendern. Darunter sind Leute, die 30 Jahre für diese Sender gearbeitet haben. Das heißt, man drängt solche Journalisten ins Abseits und versucht sie mundtot zu machen, um so ein kritisches Thema aus der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen. Und wie macht man das? Man wirft diesen Leuten vor, sie hätten in ihren Beiträgen einseitig tendenziös gearbeitet und deshalb sei ihre Arbeit nicht sendefähig bzw. nicht zu veröffentlichen. Da muss ich fragen: Stempelt die Wahrheitstendenz eines Beitrages diesen tatsächlich als tendenziös ab – und ist das Bestreben, einen solchen Beitrag zu deformieren und kaputt zu reden nicht erst recht tendenziös?

Das Recht steht doch über der Macht. Das Recht der Haager- und Genfer Konvention, der Nürnberger Dekrete, und die UN-Charta müssen der Macht den Weg weisen und ihr den Respekt vor den Grundwerten lehren. Auf Armut und Unterdrückung, Krieg und Bomben, verstümmelten, missgebildeten und getöteten Frauen und Kindern lässt sich kein Frieden bauen – nicht im Irak, nicht in Afghanistan – nirgendwo. "Der Westen versinkt täglich immer tiefer im Sumpf der eigenen Politik. Nicht ein einziges Mal in den letzten 200 Jahren hat ein muslimisches Land den Westen angegriffen. Die europäischen Großmächte und die USA waren immer die Aggressoren. Nicht die Gewalttätigkeit der Muslime, sondern die Gewalttätigkeit des Westens ist das Problem unserer Zeit", sagt Jürgen Todenhöfer, der 18 Jahre lang Abgeordneter der CDU war, in seinem Buch "Warum tötest Du Zaid?" In dieser Hinsicht hat sich auch unter Obama leider nichts geä ndert. Denn der hat ja offensichtlich gelogen, als er bei der Nobelpreisverleihung sagte, dass er Amerikas Verpflichtung bestätigt, sich an die Genfer Konventionen zu halten. Die USA haben allein in den letzten sechs Jahrzehnten die Genfer Konventionen immer wieder und immer wieder gebrochen und mit Füßen getreten – besonders in den letzten Jahren in Sachen Uranmunition.

Darum müssen wir in Deutschland unseren Bundestagsabgeordneten durch entsprechende Ansprache, Briefe, E-mails und persönliche Ansprache klar machen, welche Verantwortung sie tragen, wenn sie jetzt weitere deutsche Soldaten nach Afghanistan schicken. Wir müssen ihnen klar machen, dass sie die Verantwortung tragen, wenn diese Soldaten tot, verletzt, traumatisiert oder durch Uranwaffen kontaminiert nach Hause kommen. Wir müssen ihnen klar machen, dass wir solche Politiker zur Verantwortung ziehen werden, wenn diese Soldaten eines Tages wegen dieser Munition krank oder durch sie missgebildete Kinder geboren werden. Wir müssen ihnen klar machen, dass es um die Zukunft unserer Kinder und dieser Erde geht. Wir müssen ihnen klar machen, dass wir mit Zynikern der Macht wie den USA und ihren Kriegen nichts zu tun haben wollen.

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My name is Mikhaelo ...

von David Rovics

Video auf Youtube

Mein Name ist Mikailo.
Ich möchte gern mit schönem Spielzeug spielen.
Ich bin nur ein Kind, so wie andere kleine Jungen.
Was ist Blutkrebs? Kann mir das jemand erklären?
Ist es so schön wie diese kleine Patronenhülse?

Mein Name ist Hanan.
Im nächsten Jahr werde ich tot sein.
Aber wenn ich sprechen könnte und wenn es irgend jemand hören würde,
würde ich ein paar Fragen stellen und vielleicht könntet ihr sie beantworten.
Was zum Beispiel ist eigentlich Uran? Und warum wurde ich mit Krebs geboren?

Ich bin Juanita.
Mein Leben war nur kurz und sehr eigenartig.
Ich wurde ohne Arme geboren.
Hier, gleich neben dem Bombenübungsplatz.
Sie nennen es „Abgereichertes Uran“. Das Zeug, das mein Leben so gemacht.

Meine Eltern wurden verhaftet – gestern bei den Protesten.
Ich habe keinen Namen auf dieser Militärbasis.
Geboren und gestorben hier, ein Kind ohne ein Gesicht.
Um diesem Land zu dienen, ist mein Vater in den Krieg gezogen.
Aber es ist ihm nach Hause gefolgt, zurück an die Ufer des Missisippi.

Ich bin euer Baby, das vergiftete Kind dieser Erde.
Und ich werde euch verfolgen, wo immer ihr auch gebären werdet.
In den Kriegszonen, auf welcher Seite auch immer.
Weil der Staub sich niemals senken wird, wenn die Schlacht auch vorüber ist.

Ja, ich bin die Zukunft eines Planeten, der auf den Knien ist.
Strahlung, Krankheiten und Seuchen.
Ich bin all die Armeen, ich bin das Leben, das nicht sein konnte.
Und wenn du ein anderes Baby siehst, dann denk an mich!

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