ZUM INDEX
HOSPITIUM

 

Hoc loco auctores hospites qui vel rete oecumenico publicare experiuntur vel ad ceteras huius paginae sectiones contribuunt cum thematibus separate indicantur. - An dieser Stelle werden Gastautoren, die versuchsweise im Internet publizieren oder zu den Abteilungen des Projekts 'Alte Geschichte im WWW (AGiW)' beitragen wollen, mit ihren Themen gesondert aufgeführt.

 

H 1 Werner Dahlheim, Ratlose Erben: Die Erinnerung an die Antike und die Zukunft Europas,

H 2 Raimund Theodor Kolb, Landwirtschaft im Alten China

H 3 Erling von Mende, Wirtschaft im Alten China

H 4 Walter Eder, Aristocrats and the Coming of Athenian Democracy,

H 5 Miron Mislin (1938 - 24. 4. 2018), Zu den wissenschaftlichen Werken.

Am Beispiel seiner Arbeiten zu den Anfängen der Industriearchitektur in Berlin 1850 -1910. Als Beispiel diene seine Konzeption für die Ausstellung des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität Berlin vom 11. bis 22. Januar 1999. Fachgebiet Bau- und Stadtgeschichte im Rahmen der Übung Industriegeschichte I und II, SS 1998 und WS 1998/99 im Fachbereichsforum des Architekturgebäudes, Ernst-Reuter-Platz. Mislin war Professor für Architekturgeschichte am Fachbereich 8 (Architektur) der Technischen Universität Berlin.
Nachruf auf den Architekturhistoriker Miron Mislin (1938 - 2018). Beitrag von Rosemarie Lazarus und Christian Gizewski (1. Okt. 2018).
Der Lebensgefährte, Mitmensch, Kollege und Architekturhistoriker Miron Mislin ist in Berlin vor allem durch seine im Wasmuth Verlag veröffentlichte Arbeit über Industriearchitektur in Berlin 1840-1910 (2002) bekannt geworden. Darin werden die Firmen- und Gebäudegeschichte sowie die Entwicklung des Berliner Industriebaus im Zusammenhang mit der allgemeinen industriellen Entwicklung, der Bautechnik- und Stadtentwicklungsgeschichte dargestellt. Die Forschungsarbeit über Berliner Industriearchitektur wurde von der Historischen Kommission zu Berlin und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Miron Mislin, geb. 1938 in Rumänien, schloss, nach einer kurzen Zeit als Zeichner für Möbelbau und Innenraumgestaltung in Tel Aviv, sein Architekturstudium an der Hochschule für Bildende Künste als Werkarchitekt ab (1966). Er setzte seine Ausbildung mit Studien der Geographie, Geschichte und Wirtschaftsgeschichte an der Freien Universität Berlin sowie Städtebau und Soziologie an der Technischen Universität Berlin fort, studierte ab 1969 erneut Architektur, Baukonstruktion, Ingenieurbau, Bau- und Stadtbaugeschichte an der Universität (TH) Stuttgart. Dort promovierte er 1978 mit einer Arbeit über Die überbauten Brücken von Paris, ihre Bau- und Stadtbaugeschichtliche Entwicklung im 12. – 19. Jahrhundert bei den Professoren Antonio Hernandez und Wolfgang Braunfels.
Während seiner Assistentenzeit bei Prof. Szymank, der als Assistent von Hans Scharoun (1955–1957) das Institut für Industrielles Gestalten an der TU Berlin aufgebaut hatte, entwickelte Miron Mislin 1980-1984 sein Fach Geschichte der Bautechnik für Architekten. Wichtige Anregungen verdankte er auch langjährigen Diskussion mit Julius Posener. Sein bauhistorisches Interesse richtete sich nicht nur auf den klassischen Zusammenhang zwischen architektonischer Form und technischer Konstruktion der traditionellen Bau- oder Architekturgeschichte, sondern auch auf die vielfältigen wissenschaftlich-technischen, kulturellen und politischen Kräfte einer gegebenen Epoche. Sein Verständnis der Geschichte der Bautechnik, d. h. von Baumethoden, -programmen und -konstruktionen im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und planerischen Zielsetzungen zeigt sich in seinen zahlreichen Publikationen. Die Geschichte der Baukonstruktion und Bautechnik, in der auch baustatische, mathematische und mechanische Entwicklungen Berücksichtigung finden, ist zusammenfassend im Werner Verlag veröffentlicht worden (1988, 1997). In der Vorlesungsreihe Geschichte der Bautechnik stellte er den Architekturstudenten der TU die wesentlichen Entwicklungsstufen der Bautechnik vor („Arbeitspapiere zur Geschichte der Bautechnik“, Hefte 11 und 14, 1984–1986). Die Habilitation für das Fach Baugeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Geschichte der Bautechnik erfolgte 1986 an der Universität Stuttgart, wo Mislin erneut von Antonio Hernandez sowie von Julius Posener betreut wurde.
Seit 1984 beschäftigte sich Miron Mislin mit der historischen Entwicklung der Konstruktionsformen Industriearchitektur. Seit dem Sommersemester 1987 lehrte Mislin zunächst als Privatdozent, seit Wintersemester 1992/1993 als außerplanmäßiger Professor neben Baugeschichte auch Geschichte der Industriearchitektur im Fachgebiet Bau- und Fachbaugeschichte der TU Berlin und setzte damit die von Prof. Wilhelm Franz 1901 begründete Tradition des Faches Industriebau an der TU fort. Für seine Leistungen in der Lehre bekam er 1999 den TU-Preis Champion der Lehre. Auswärtige Rufe erfolgten 1987 als Senior Lecturer und 2004 als Professor an der Faculty of Architecture am Technion/Haifa. Zeitweilig lehrte er auch als Gastprofessor im Fachbereich Ingegneria Edile der Università degli Studi di Pisa. Von 2004 bis 2006 war er Research Fellow des Hagley Centers for Business and Technology History in Wilmington, Delaware. Nebenher war er auch als Sachverständiger für Bauschadensbewertung und für historische Industriearchitektur tätig.
Seit 2010 beschäftigte sich Miron Mislin mit der Entwicklung der amerikanischen Industriearchitektur, die bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert die deutsche Industriearchitektur, aber auch die in Frankreich und England beeinflusst hat. Dieses Projekt wurde von der Joseph-Horner-Library in Philadelphia und dem Deutschen Historischen Instituts in Washington gefördert. Die Arbeit wird demnächst im Wasmuth Verlag unter dem Titel Amerikanische Industriearchitektur (1876-1929) – auf dem Weg zur Moderne veröffentlicht. Miron Mislin ist am 24. April während der Arbeiten zur wissenschaftlich gebotenen Drucklegung gestorben.

H 6 Hanno Birken-Bertsch und Reinhard Markner, Schrift und Rede, Rechtlautung und Rechtschreibung. Traditionslinien der Rechtschreibreform, in [der im S. Fischer-Verlag, Frankfurt M. erscheinenden Zeitschrift für Literatur und zeitgenössische Kultur; FAX: 069/6062214]: 'NEUE RUNDSCHAU' , III. Jahrgang 2000, Heft 4, S. 112 - 124.

H 7 Dieter Schmidt-Neuhaus, 'Franzl-Brief' eines Soldaten aus Tarnopol oder Abschrift vom Franzl-Brief-Aushang Wiener NS-Funktionäre ?

Quellen- und Sachkritik an der Verwendung eines vermeintlichen Schlüsseldokuments in einer für die öffentliche Meinungsbildung wichtigen Ausstellung über Verbrechen der Wehrmacht.

H 8 Maren Simon, Zur Künstlerin Maren Simon. - Ferner über: https://agiw.fak1.tu-berlin.de/Hospitium/MSimon.htm - Ferner über eigene Plattform für Internet-Ausstellungen und berufliche Internet-Informationen http://www.maren-simon.com/

H 9 Kaspar Mann und Wolfram Langher:

(1) Kommentar zu Kaspar Mann, 'Der Heideenzian'-. Gedicht-Erzählung aus der Zeit des Kriegsendes 1945 in Westfalen mit Kommentar des unverändert belassenen Manuskript-Textes d. J. 1945/46.

(2) Kaspar Mann, Einige andere nachgelassene Werke und schriftliche Hinterlassenschaften des Autors.

(3) Wolfram Langher,, Die Wanderung nach Langenes. (Erzählung aus dem Jahre 1982, neubearbeitet 2003).

H 10 Zu: Dieter Eisentraut, Manets neue Kleider. Zur künstlerischen Rezeption der "Olympia", des "Frühstücks im Grünen" und der Bar in den Folies Bergères. Georg Olms Verlag, Hildesheim, Zürich, New York 2014.

Eine kunst- und kulturgeschichtliche Disserationschrift zum Thema der Entstehung einer 'Moderne' in der europäischen Bildenden Kunst.

H 11 Angelika Barthel, Bilder von Elfen, Kindern, Marionetten und anderen Menschen, Blüten, Pflanzen, Tieren, Landschaften, Wasser-, Himmels- und anderen Erscheinungen auf der Grundlage vieler Einfälle, Erlebnisse und dabei dauernden Photographierens.

Zu Lebenslauf und Kunstentwicklung. >>> SAMMLUNG http://www. bartheline.de/

H 12 Elisabeth Kmölniger, Die endlose Katastrophe, Das Fukushima Desaster vom 1. März 2011 im Überblick (Internet-Fassung einer umfassend internet-verzweigten Fakten-Recherche, 2016.). Mit Hinweis auf https://www.youtube.com/watch?v=XbbXFwGd5yM über die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 und ihre Folgen. Mit Erklärungen. -

Nachruf an eine literarisch verdiente, scharfsichtige und liebenswerte Frau: KmoeMort.html - zum Begräbnis Elisabeth Kmoelnigers am 19. 2. 2018.

H 13 Gabriele Goettle, Die Ärmsten! Wahre Geschichten aus dem arbeitsslosen Leben. Mit Fotografien von Elisabeth Kmölniger, Frankfurt 2010 - Internetfassung mit Erklärungen; im Aufbau. - Gabriele Göttle, Mein Leben ist wie ein Traum. Herr Ashaq, ein Flüchtling aus Pakistan, erzählt. - http://www.taz.de/Archiv-Suche/!5456794&s=&SuchRahmen=Print/ - 30. 10. 2017.


In der Abteilung 'Hospitium' können allgemeingeschichtliche, kultur- und zeitgeschichtliche, politische, philosophische, sozialtheoretische und auch kunstbezogene Beiträge, wenn sie ausgearbeitet sind, auf Wunsch ihrer Autoren veröffentlicht werden. Ggf. lassen sich besondere, beitragsbezogen Diskussionsforen einrichten. Die redaktionelle Verantwortlichkeit und technische Umsetzung liegt beim Herausgeber dieser WWW-Seite.

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Bildmotiv oben: Wandfresko aus der Villa des P. Fannius Synistor in Boscoreale, entstanden um 50 v. Chr.; entnommen aus: T. B. L. Webster, Hellenismus, Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979, S. 140 f. Gezeigt wird der freundlich einladend gestaltete Eingang eines Privathauses vor dem Panorama einer Stadt.

Christian Gizewski (christian.gizewski@tu-berlin.de)