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Plagiat. Seine Abwehr in der Wissenschaft im Zeitalter der Internet-Kommunikation.

Von Christian Gizewski.

(Bearbeitungsstand 4. Juni 2013).


ÜBERSICHT:

Im folgenden werden in Teil I einige im Zeitalter des Internets für die Wissenschaft besonders wichtig gewordene gegenwartsbezogene Aspekte zur Plagiats-Thematik und Vorschläge für wissenschaftliche und gesetzgeberische Gegenmaßnahmen zusammengefaßt.

Teil II enthält erklärende Ausführungen zur Begriffs- und Rechtsgeschichte des Wortes 'Plagiat'.

TEIL I ZUR VERHINDERUNG VON ELEKTRONISCHEN PLAGIATEN IM WISSENSCHAFTSBEREICH.

A. Zur Aktualität des Themas für den Wissenschaftsbetrieb.
B. Grundlagen eines hermeneutisch-textkritischen Plagiat-Nachweises in Internettexten.
B. Grundlagen eines technikwissenschaftlichen Plagiatnachweises.
C. Juristische und legislatorische Gründe für die Verhinderung internetbasierten geistigen Diebstahls in der Wissenschaft.

TEIL II ZUR BEGRIFFS- UND RECHTSGESCHICHTE DES PLAGIATS-UNRECHTS.

A. Zur begrifflichen Klarstellung und rechtlichen Bedeutung des heutigen deutschen Fremdwortes 'Plagiat'.
B. Zur Etymologie der antiken Vorformen des Wortes und ihres gemeinsamen Sinnhorizontes 'unrichtig, schief, verkehrt, unredlich, zweideutig, hinterlistig'.
C. 'Plagion' oder 'plagium': Worte für Hinterhalt in der Kriegsführung und im Redestreit.
D. Die Worte 'plagium' für 'Raub' und 'plagiarius' für 'Räuber'.
E. 'Plagium' als Wort für die Veräußerung gestohlener Sklaven.
F. 'Plagium' als Wort für die Verführung von Minderjährigen und Jungfrauen.
G. 'Plagium als christlich-theologischer Begriff für 'Seelenverkauf' (moralische Fehlleitung anderer Menschen).
H. 'Arrogantia' als bedeutungsähnlicher Begriff für die Amts- und Titelanmaßung im öffentlichen Leben .
I. Die 'boni mores' als Grenzen für Betrug und Täuschung im Geschäftsleben.
J. Die feste Verankerung der Worte 'plagion', 'plagium' bereits im antiken Geistesleben als Bezeichnungen für die rechts- und sittenwidrige Inanspruchnahme der Autorenschaft fremder geistiger und künstlerischer Werke.
K. Zur humanistischen Rezeption des antiken Begriffs und ihrer Konzentration auf den Aspekt des 'geistigen Diebstahls' in Kunst, Literatur und Wissenschaft.
L. Zur neuzeitlichen Bedeutungserweiterung des Wortes 'Plagiat' auf Patent-Vergehen und Produkt-Fälschungen.
M. Zu gegenwärtigen Gründen für ein Plagiat-Verhalten in Kultur und Politik.

TEIL I ZUR VERHINDERUNG VON ELEKTRONISCHEN PLAGIATEN IM WISSENSCHAFTSBEREICH.

A. Zur Aktualität des Themas für den Wissenschaftsbetrieb.

1. Demjenigen, der schnell und ohne viel Arbeit einen angeblich von ihm selbst stammenden, wissenschaftlich erscheinenden Text herzustellen beabsichtigt, wird es angesichts der Möglichkeiten, die die Suchdienste des Internets wie 'Google' oder die enzyklopädischen Netze wie die 'Wikipedia' heute bereithalten, hin und wieder naheliegen, mit ihrer Hilfe Plagiate anzufertigen. Durch Aneinanderreihung von Zitaten aus Internet-Quellen einschließlich der dort evtl. vorhandenen Quellenreferenzen könnte er versuchen, einen elektronischen Text zu erstellen, der wie eine wissenschaftliche Eigenarbeit des Autors erscheinen mag. Diese Täuschung könnte er durch eine oberflächlich-glättende Plagiats-Text-Bearbeitung zu verdecken suchen.

Es gibt jedoch viele praktikable und justiziable Möglichkeiten,

1. derartige Täuschungen zu entdecken und

2. darüber hinaus einer elektronisch basierten Täuschungspraxis entgegenzutreten.

Primär bieten sich dabei in dem geisteswissenschaftlichen, generell dem allgemeinsprachlich basierten Wissenschaftsbereich die traditionsreichen hermeneutisch-kritischen Entdeckungverfahren an. Etwas anderes gilt für 'symbol-sprachlich' formulierte 'Texte', z. B. naturwissenschaftlich-mathematische, insoweit, als sie wegen ihrer nicht-allgemeinsprachlichen Form konkreten Personen schwieriger zurechenbar sind.

Neben der hermeneutischen Textanalyse gibt es neuere Formen der automatischen Täuschungs-Entdeckung mithilfe elektronisch gefertigter Text-, Bild-, Audio und Video-Dateien.

Wichtig sind für die Täuschungsentdeckung auch Sicherheitsvorkehrungen neuer Art, die vor allem den Zweck haben, Arbeit und Zeitaufwand eines Prüfers bei der Entdeckung von Täuschungen möglichst weitgehend zu verringern. Gäbe es derartige Sicherheitsvorkehrungen nicht, so könnte allein die für eine Prüfung aufzuwendende Zeit dazu führen, daß sie in der Praxis des Wissenschaftsbetriebs unterbleibt oder nicht ohne weiteres justiziabel ist.

B. Zu möglichen Sicherheitsvorkehrungen gegen Plagiate in wissenschaftlichen Arbeiten. Aktualität des Themas für den Wissenschaftsbetrieb.

Für eine angemessene Absicherung gegen die zahlreichen Möglichkeiten, internetbasierte Plagiate herzustellen, gehören:

  • das Verbot des direkten und zusammenhängenden Zitierens aus WWW- oder anderen elektronisch gefaßten Quellen (Abk. 'WWW-Quellen'),
  • die Zulässigkeit nur des Zitierens aus nachgewiesenem eigenem Buchbesitz des Textautors oder aus vom Textautor nachgewiesenermaßen eingesehenen Bibliotheksbeständen (Abk. 'BB-Quellen'),
  • das Verbot des wörtlichen Zitierens nicht nur von Textpassagen, sondern auch von Sätzen aus BB-Quellen aller Art, es sei denn, im Einzelfall komme es aus darzulegendem Grunde auf ein Direktzitat an,
  • das Gebot der parallelen Wiedergabe des Sinngehalts eines erlaubterweise zitierten Textes in eigener Sprache,
  • das durchgehende Verbot der elektronischen Fassung eines wissenschaftlichen Dokuments, das eine Eigenleistung seines Autors nachweisen soll, gleich ob dieses Schrifttexte, Bilder-, Ton- und/oder Filmfolgen enthält,
  • die obligatorische handgeschriebene Versicherung, daß ein vorgelegtes wissenschaftliches Dokument vom Autor ohne fremde Hilfe angefertigt worden sei.

B. Grundlagen eines hermeneutisch-textkritischen Plagiatnachweises in Internettexten.

Ausgangsannahme dieses dem Wesen nach 'detektivischen'Verfahrens ist, daß sich bei längerern allgemeinsprachlichen Äußerungen durchweg genügend individuell-konkrete Textmerkmale finden, um einen Täuschungsnachweis zu ermöglichen.

B. Grundlagen eines technikwissenschaftlichen Plagiatnachweises.

Diesem Verfahren liegt die Möglichkeit zugrunde, täuschungsverdächtige wissenschaftliche Dokumente in die Form elektronischer Dateien zu bringen und dann mit einem entsprechend bearbeiteten, in Frage kommenden Quell-Text automatisch zu vergleichen.

C. Juristische und legislatorische Gründe für die Verhinderung internetbasierten geistigen Diebstahls in der Wissenschaft.

Im Rechtsleben sind der Urheberrechtsschutz und der Patent-Schutz seit langem gebräuchliche Schutzvorkehrungen gegen einen wirtschaftsschädigenden Ideendiebstahl. Zwar genießen rein wissenschaftlich konzipierte Texte aller Art bisher nicht einen vergleichbaren Schutz. Eine ernstzunehmende Wissenschaftstätigkeit, selbst wenn sie keine wirtschaftlich-produktiven Zwecke verfolgt, benötigt jedoch - zumal in der heutigen, internetbasierten Kommunikationswelt - einen glaubwürdigen und praktikablen Schutz. Ihre 'Erzeugnisse' - in einem ideellen Sinne - dürfen nicht einfach von fremder, unbekannter Diebeshand entwendet werden. Der Gesetzgeber ist aufgerufen,, dem bald und energisch zu entsprechen. Prominente Fälle eines Plagiatsverhaltens im Bereich der Wissenschaft machen diese Dringlichkeit deutlich.


TEIL II. ZUR BEGRIFFS- UND RECHTSGESCHICHTE DES PLAGIATS-UNRECHTS.

A. Zur begrifflichen Klarstellung und rechtlichen Bedeutung des heutigen deutschen Fremdwortes 'Plagiat'.

Im heutigen Sprachgebrauch hat das Wort 'Plagiat' die Bedeutung 'täuschendes Nichtzitieren' oder sonst 'nicht regelgerechtes Zitieren'.

'Zitieren' bedeutet die Angabe des Autors eines Textes darüber, aus welchen Textquellen bzw. von welchen anderen Textautoren er bestimmte Formulierungen des von ihm erstellten Textes übernommen hat. Auch Quellenbelege für bestimmte von ihm mitgeteilte Erkenntnisse werden häufig mit dem Wort 'Zitat' gemeint.

Ein Zweck von Regeln für das Zitieren ist es, die Grundlagen einer Textargumentation nachprüfbar zu machen und damit die Publikation von Erkenntnissen zuverlässig abzusichern.

Ein anderer Zweck regelgerechten Zitierens ist es, zu verhindern, daß Textautoren fremde Formulierungen oder Erkenntnisse als von ihnen selbst gewonnene oder erarbeitete ausgeben und damit grundsätzlich widerrechtlich eine fremde Leistung als von sich selbst erbracht ausgeben. Dies ist eine rechtlich gegen Treu und Glauben im menschlichen Verkehr verstoßende Selbstbegünstigung und Fremdbenachteiligung (§ 242 BGB).

Drittens soll auch einem 'nur unmoralischen' Täuschungsverhalten entgegengetreten werden, das allein schon darin liegen kann, daß Plagiatoren mehr scheinen wollen, als sie sind, was ihre Produktivität, Einfälle und Leistungen betrifft. Sie machen sich damit 'nur' persönlich in den Augen ihrer Umwelt unmöglich.

Viertens sollen durch das konsequent kontrollierte Gebot richtigen Zitierens im Einzelfall dem Einreißen einer wissenschaftsdiskreditierenden Täuschungspraxis entgegengetreten werden.

Nach heutigem deutschen Recht kann falsches, d. h. wissenschaftswidriges Zitieren gelegentlich zwar privatrechtliche , nicht jedoch strafrechtliche Folgen haben. Denn die dafür naheliegenden §§ 263 ff. StBG über Betrug und Untreue setzen bei dem Täter die Absicht voraus, 'sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen'. Ein solcher liegt bei eher geistigen als materiellen Selbstbegünstigungen jedoch zumeist nicht vor.

Im akademischen Bereich gehört es allerdings zu den in den Regelungen der Studien- und Prüfungsordnungen vorausgesetzten und posivierten Rechtsprinzipien, daß das Vortäuschen eigener Leistungen eines Prüflings zu einer Minderbewertung seiner Gesamtleistungen, in schweren Fällen sogar zu deren Nichtbeachtlichkeit führt.

'Vortäuschen' in diesem Sinne ist die schuldhaft in Selbstbegünstigungsabsicht gemachte, wahrheitswidrige Aussage, welche eigene wissenschaftliche Leistungen explizit oder implizit behauptet, wo diese nicht vorliegen.

Schuldhaft ist eine solche Aussage dann, wenn sie vorsätzlich, also bewußt und willentlich, oder wenn sie fahrlässig, d. h.unter deutlich pflichtwidriger Mißachtung von Aufmerksamspflichten gemacht wird.

Die Annahme einer wissenschaftlich relevanten vorsätzlichen oder fahrlässigen Täuschung setzt einen wissenschaftlich-methodisch gesicherten Nachweis der Textähnlichkeit von Ausgangstext und Plagiatstext sowie eines dafür ursächlichen Verschuldens voraus.

Anders als in dem stark sanktionsbewehrten und ggf. tief in Freiheit und Eigentum des Betrügers eingreifenden Strafrecht führen im Recht der Bewertung von Plagiaten im Wissenschaftsbereich Vorsatz und Fahrlässigkeit rechtlich 'nur' zur Feststellung des Nichtausreichens erbrachter Leistungen. In leistungserheblichem Umfang mithilfe von Pagiaten zustande gekommene Prüfungsarbeiten werden als nicht abgelegt, zunächst zuerkannte akademische Titel als nicht zuerkannt behandelt.


B. Zur Etymologie der antiken Vorformen des Wortes und ihres gemeinsamen Sinnhorizontes 'unrichtig, schief, verkehrt, unredlich, zweideutig, hinterlistig'.

Das Wort 'Plagiat' kam bereits im frühen Mittelalter als Fremdwort aus dem Lateinischen in die altdeutsche Bildungs- und Wissenschaftssprache des Kloster- und Kirchenlebens.

Es stammt von einer Konjugationsform (Partizip Perfekt Passiv) des lateinischen Verbs 'plagiare' ab, das als Infinitiv soviel bedeutet wie 'rechtswidrig, sittenwidrig oder regelwidrig verfahren, gebrauchen oder behandeln'. Das zugehörige lateinische Substantiv war 'plagium'.

Dem lateinischen Wort 'plagium' voran ging sprachgeschichtlich das griechischsprachige Adjektiv 'plagios', das soviel bedeutete wie 'unrichtig, schief, verkehrt, unredlich, zweideutig, hinterlistig' und als Neutrum auch substantivisch verwendet werden konnte.

In dieser Form gelangte es als Fremdwort aus der griechischen Sprache im 3./2. Jht. v. Chr. in die lateinische. In diese brachte es seine umfassende Bedeutung ein, d. h. daß es ein listiges, eher hinterhältiges, jedenfalls verdeckt gehaltenes, regelwidriges, ja rechts- oder sittenwidriges Handeln meinte.

Diese verschiedenen Bedeutungen werden im folgenden belegt und in angemessener Kürze erörtert.


C. 'Plagion' oder 'plagium' Worte für Hinterhalt in der Kriegsführung und im Redestreit.

Thukydides 4, 32 (Taktisches Ausmanövrieren des Gegners).

Symposion 7, 5, 4 (Verkehrtes, unredliches Agumentieren im Redestreit).


D. 'Plagium' als Wort für 'Raub', 'plagiarius' für 'Räuber'.

Dig. 48, 15; C. J. 9, 20.


E. 'Plagium' als Wort für die Veräußerung gestohlener Sklaven.

Ulpian dig. 17, 2, 51 § 1 u. a. ICt

Collatio legum mosaicarum et romanarum tit. 14, § 1


F. 'Plagium' als Wort für die Verführung von Minderjährigen und Jungfrauen.

Hieronymus epistula 5, 3.

Vulgata 1. Tim. 1, 10.

Venus plagiaria: Corpus inscriptionum Latinarum 4, 1410


G. 'Plagium als christlich-theologischer Begriff für 'Seelenverkauf' (moralische Fehleitung anderer Menschen).

Tertullan Adversus Marcionem 1, 23


H. 'Arrogantia' als bedeutungsähnlicher Begriff für die Amts- und Titelanmaßung im öffentlichen Leben.

C. J. 9, 5. 1.


I. Die 'boni mores' als Grenzen für Betrug und Täuschung im Geschäftsleben.

Dig. 9, 2. 23, 5; 24, 3, 47.


J. Die feste Verankerung der Worte 'plagion', 'plagium' im antiken Geistesleben als Bezeichnungen für die rechts- und sittenwidrige Inanspruchnahme der Autorenschaft fremder geistiger und künstlerischer Werke.

Vitruv, De architectura, Buch 7 praefatio, 7 ff.

An dieser Stelle spricht Vitruv über den Diebstahl geistigen Eigentums und dessen Ahndung durch Reputationsverlust und ggf. auch durch schwere Strafen.

Martial 1, 52, 9:
"Commendo tibi, Quintiane, nostros -
nostros dicere si tamen libellos
possum, quos recitat tuus poeta -
si de servitio gravi quaeruntur,
adsertor venias satisque praestes,
et, cum se dominum vocabit ille,
dicas esse meos manuque missos
hoc si terque quaterque clamitaris
impones plagiario pudorem."

Martial spricht hier von einem 'servitium grave', d. h. einer 'besonders schweren Strafe', die denjenigen treffen müsse, der ein fremdes Gedicht als von sich selbst stammend ausgebe, und von einer geregelten Untersuchung, die darüber mit Zeugen zu führen nötig sei.


J. Zur humanistischen Rezeption des antiken Begriffs 'plagion' / 'plagium' und ihrer Konzentration auf den Aspekt des 'geistigen Dienstahls' in Kunst, Literatur und Wissenschaft.

Die Tradition der 'adnotationes' und 'paragraphoi' in der Kommentarliteratur der artes liberales, der Theologie und der Jurisprudenz


K. Zur heutigen Bedeutung des Wortes 'Plagiat' bei Urheberrechtsverletzungen und Patent-Vergehen.

Urheberrechtsgesetz § 63 (Verstoß gegen die Pflicht zur Quellenangabe in vervielfältigten Texten).

Patentgesetz §§ 9 - 13, 139 (Verstoß gegen das Verbot, patentgeschütze fremde Erfindungen ohne Erlaubnis zu veröffentlichen..


L. Zu heutigen Gründen für ein Plagiat-Verhalten in Wirtschaft, Kultur und Politik.

Konkurrenzmotive.

Prestigemotive.

Technischer Fortschritt (Digitalisierung)


QUELLENHINWEISE:

M. Valerius Maximus, Epigrammata, recognovit brevique adnotatione critica instruxit W. M. Lindsay, Oxford 1902 2, o. S. [zu Teil I, Abschnitt I]

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