Diese Rezension wurde erstmals in KLIO 77 (1995), S. 481 - 489 veröffentlicht. In wissenschaftsreflexivem Zusammenhang mit dem Aufsatz zu a) wird sie an dieser Stelle als pdf-Datei und als besser lesbare zip-Datei auch im Internet publiziert.
Rezension zu Michael Kordosis, China and the Greek World. An Introduction to the Greek-Chinese Studies with Special Reference to the Chinese Sources. I. Hellenistic-Roman-Early Byzantine Period 2nd c. B. C. - 6th c. A. D.). Thessaloniki 1992. Von Raimund Kolb und Christian Gizewski.
Diese Rezension behandelt - als Gemeinschaftsarbeit eines Sinologen und eines Althistorikers (des mittelmeerischen Altertums) - anhand des in seinem Ansatz beachtlichen und anregenden, wenn auch in wichtigen Punkten zu kritisierenden Werkes von M. Kordosis im Vordergrund die Frage, wie man aufgrund einer kritischen Sichtung der chinesischen Quellen des Altertums deren Vorstellungen über das westliche Ende der Seidenstraße deuten kann bzw. nicht deuten kann, geht jedoch im Hintergrund auf das generelle Problem und die Notwendigkeit fachgrenzüberschreitender Zusammenarbeit bei solchen wichtigen, (im weiteren Sinne) altertumsbezogerer Fragen ein, mit denen einzelne beteiligte Disiplinen nach ihrem gewachsenen und heute definierten Profil jeweils überfordert sein müssen.
This critique, untertaken by a sinologist and a historian of (mediterranian) Ancient History, primarily, treating the enriching and intentionally usefull, though - in some aspects - quite criticable work of M. Kordosis, deals with the question, how to interprete old chinese sources relating to the western end of the 'silk-road' - and how not to interprete. In the background however a general problem and necessity of interdisciplinary cooperation is reflected - concerning those important issues of Ancient History (in a wider sense) , which cannot suitably be solved by single scientific disciplines based on their grown and acrually definded profile.