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Plagiat. Zur historischen Entwicklung und praktischen Bedeutung eines Rechts-Begriffs.

Von Christian Gizewski.

(IM AUFBAU).

Beabsichtigt sind in zwei Teilen folgende Ausführungen:

TEIL I.

A. Überblick zur Etymologie des Wortes. seine antike Herkunft und spätere Entwicklung bis zur Bedeutung des heutigen deutschen Fremdwortes 'Plagiat'.

B. Die 'schiefe Schlachtordnung' in der Antike.

C. Die Amts- und Titelanmaßung ('Arrogation' im peiorativen Sinne) im Römischen Recht.

D. Betrug, Täuschung, Verstöße gegen die 'boni mores' im römischen Geschäftsleben.

E. Die Verführung von Minderjährigen und Jungfrauen als Unsittlichkeiten und Straftatbestände vorchristlichen antiken Rechts.

F. Der Diebstahl und nicht-berechtigte Verkauf von Sklaven nach römischem Recht.

G. Die rechtlich verbotene Arrogation der 'Würde' einer Autorenschaft geistiger und künstlerischer Werke in der römischen Antike.

H. Das christlich-theologische Konzept vom 'Seelenverkauf' (moralische Fehleitung anderer Menschen) als Sünde.

I. Zur mittellateinischen Simplifikation des Wortes 'plagiarius' zu 'Räuber' und seinen übertragenen Bedeutungen.

J. Zur humanistischen Wiederaufnahme des antiken Begriffs mit der Konzentration auf den Aspekt des 'geistigen Dienstahls' in Kunst, Literatur und Wissenschaft.

K. Zur neuzeitlichen Fortentwicklung des Wortes und seiner Bedeutungserweiterung auf Patent-Vergehen und Produkt-Fälschungen.

L. Zu heutigen Gründen für ein Plagiat-Verhalten in Wirtschaft und Technik, Kultur und Politik.

TEIL II

A. Zu den hermeneutischen Grundlagen eines methodisch gesicherten Plagiatnachweises.

B. Zu den technikwissenschaftlichen Grundlagen eines systematisch gesicherten Plagiatnachweises

C. Zu den juristischen und legislatorischen Perspektiven der Verhinderung geistigen Diebstahls in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

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Redaktionelle Verantwortung: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, FG Geschichte, Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@tu-berlin .