Christian Gizewski; Die Waldklinik und ihre Bewohner.

2. Rechtliche Voraussetzumg einer Zwangseinweisung.

Der Aufenthalt in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik wird - gesetzlich gesprochen - nach 1906 BGB angeordnet, wenn sie zum Wohl eines Betroffenen erforderlich ist und\ aufgrund einer psychischen Krankheit bzw. einer geistigen oder seelischen Behinderung des Betreuten \ - eine erhebliche Selbstgefä4hrdung vorliegt, eine Untersuchung des Gesundheitszustandes, eine Heilbehandlung oder ein ärztlicher Eingriff notwendig ist, die ohne die Unterbringung des Betreuten nicht durchgef\'fchrt werden kann und der Betroffene z.B. aufgrund seiner psychischen Krankheit die Notwendigkeit der Unterbringung nicht erkennen kann Nach den f\ür die f6ffentlich-rechtliche Unterbringung geltenden Landesgesetzen ist eine Unterbringung sowohl bei erheblicher Selbstgefährdung als auch bei Fremdgefährdung m\6glich. Die Unterbringung wie auch unterbringungsähnliche Maßnahmen (z.B. Fixierung oder \'Ruhigstellung' durch Medikamente) sind nur mit Genehmigung des Gerichts zulässig. Zust\ändig f\ür die Einweisung sind Polizei, Ordnungs\ämter und Sozialpsychiatrische Dienste. Die gesetzlichen Grundlagen für die Unterbringung von psychisch kranken Menschen - nicht alle Eingewiesenen sind psychisch krank - sind in den vergangenen Jahren neu gefasst worden. Es ist zu unterscheiden zwischen zivilrechtlicher, 6ffentlich-rechtlicher und strafrechtlicher Unterbringung. Durch ein 'Bundesrahmemgesetz für die Betreuung' wurde ein einheitliches Verfahren für zivilrechtliche Unterbringungen nach dem BGB (durch den vom Gericht bestellten Betreuer) und die 6ffentlich-rechtlichen Unterbringungen nach den Unterbringungsgesetzen der Länder geschaffen. Dies sind in den meisten Ländern Gesetze über Hilfen und Schutzmaßfnahmen f\ür psychisch Kranke (PsychKG). Reine Unterbringungsgesetze gibt es derzeit (2016)noch in Baden-W\'fcrttemberg, Bayern, Hessen und dem Saarland. Für die strafrechtliche Unterbringung gelten als Rechtsgrundlagen das Strafgesetzbuch und die Ma\ßregelvollzugsgesetze der Länder. (Kurzfassung eines Wikipedia-Textes.)

2. Beobactungen und Überlegungen eines Eingewiesenen.

Im folgenden geht es um Beobachtungen, die der Autor - im folgenden 'A' genannt - w\'e4hrend eines zw\'f6lft\'e4gigen Aufenthalts in der psychiatrischen Abteilung der 'Waldklinik' in Zehlendorf, Berlin-machte. Diese umfa\'dft eigentlich unterschiedliche medizinische Abteilungen. Im folgenden wird der Name aber aber nur auf einen Teil des Ganzen, die geschlossene psychiatrische Abteilung angewandt, \ A. war in einem jahrelangen Rechstreit \'fcber die K\'fcndigung einer jahrzehntelang von ihm - mit seiner einige Jahre zuvor verstorbenen Frau - bewohnten Wohnung aufgrund eines \i vorl\'e4ufig vollstreckbaren \i0 landgerichtlichen Urteils zur R\'e4umung seiner Wohnung gezwungen. Seine gesamte Habe und sein berufliches Handwerkszeug - er ist aich Wissenschaftler und nebenher gelegentlich Rechtsanwalt - wurde zum Vollstreckungstermin ausger\'e4umt, abtransportiert und mit Hilfe eines Freundes dabei den Umst\'e4nden nach schonend, aber faktisch unzug\'e4nglich auf engstem Tau gelagert. Da er für diesen Fall äußerster Ungerechtigkeit und Schonungslosigkeit \6ffentlich eine Selbstf6tung angekündigt hatte, wurde er selbst im unmittelbarem Zusammenhang mit der Wohnungsr\äumung in behö6rdlich angeordnete psychiatrische Verwahrung genommen und in die 'Waldklinik' (Berlin) eingeliefert..

3. Gründe der der Einweisung des Autors.

Zu dieser folgendes: \ Da A einen Selbstmord angekündigt hatte, waren \'c4rzte und Pfleger des Unterbrinungsbereichs der Klinik angewiesen, strikt darauf zu achten, daß er den geschlossenen Innenbereich der Klinikabteilung nicht verlasse und nur ausnahmsweise unter Begleitung in einer schmalen und kurzen Au\'dfenzone das Klinikgeb\'e4udes frei atmen und hin und her gehen k\'f6nne.

4. Die Anlage der geschlossenen psychiatrischen Abteilung und ihre alltägliche Ordnung.

Der Innenbereich der psychiatrischen Abteilung

5. Die Arten der Eingewiesenen, Pfleger und Ärzte.

6. Würdigung und Kritik der Einrichtung.

7. Die Psychiatrisieung von Persönlichkeitsprofilen als meschliches und erkenntnismäßiges Problem.