Zur AGiW_TITELSEITE

P 1: ZUM ZWECK DES PROJEKTS.

Erläuterungen zum 'Experimentellen, dynamischen WWW-Projekt AGiW (Gizewski, Rechnergestützte Publikation und Lehre mithilfe von WWW-Seiten im Bereich der Alten Geschichte)'.

(Letzte Bearbeitung: 26 Febr. 2016) 

Das AGiW-Projekt ist Teil der Hochschullehrertätigkeit ihres Herausgebers als Professors nach § 119 BerlHG an der Fakultät I im (derzeit institutslosen) Fachgebiet 'Historisch- wissenschaftlich basierte Allgemeinbildung' für alle Studiengänge und -einrichtungen, die sie voraussetzen oder fördern. - Technisch ist diese WWW-Seite stationiert am zentralen Rechenzentrum der TU Berlin. Im Rahmen der seit 1945 bestehenden, auch politisch-historischen Allgemeinbildungsaufgabe dieser Universität sollte dies so bleiben. - Auf längere Frist wird gesucht ein allgemeinhistorisch, philosophisch, altphilologisch, rechts- und politikgeschichtlich interessierter, ja geprägter Wissenschaftler und möglichst Hochschullehrer im akademischen Professorenstatus, der wegen seines politischen Urteilsvermögens und seines praktisch-politischen Engagements dieses jahrzehntealte WWW-Projekt in seiner immer aktueller gewordenen Bedeutung eigeninitiativ und -verantwortlich fortsetzen kann.

Die Projekt-Arbeit ergibt sich nicht aus dienstrechtlichen oder vertragsrechtlichen Verpflichtungen des Herausgebers gegenüber der TU Berlin. Sie sieht sich jedoch der historischen Zweckbestimmung der nach dem Zweiten Weltkriege neubegründeten Technischen Universität verbunden, im Rahmen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität TUB in besonderer Weise bei der Ingenieursausbildung in Berlin durch wissenschaftlich basierte, prinzipiell umfassend angelegte politisch-historische Allgemeinbildung zu einer geistig kritischen, autonomen und widerständigen Orientierung des technischen Wissenschaftlers gegenüber unvernünftiger Eigendynamik von Staatsgewalt und Politik beizutragen. Das Projekt untersteht mithin keinerlei formalen und inhaltlichen Weisungen oder Vorgaben, die der vollen Verantwortung und Freiheit des Hochschullehrers nach Art. 5, Abs. 3 GG (Wissenschaftsfreiheit) für die Gestaltung seiner Forschung, Lehre und Publikationen widersprächen. Zu den geistes- und geschichtswissenschaftlichen Aufgaben gehört insbesondere die fachlich begründete, bewertende Stellungnahme zu Gerechtigkeits- und Verantwortungsfragen der Vergangenheit und Gegenwart. Kritische Zuschriften zu den vom Herausgeber dabei vertretenen Positionen werden in angemessener Form und Kürze berücksichtigt. Wenn sinnvoll, kann dafür eine Diskussionsplattform eingerichtet werden.

DER HERAUSGEBER VERSTEHT DIESE UNIVERISTÄR-WISSENSCHAFTLICHE, SPEZIELL GEISTES-, GESCHICHTS- UND GESELLSCHAFTSWISSENSCHAFTLICHE WWW-SEITE INSOWEIT AUCH ALS POLITISCHES HANDELN WIE EIN JOURNALIST ODER EIN KÜNSTLER IHR HANDELN ESSENTIELL ALS POLITISCH KONZIPIEREN KÖNNEN.

wissens---


(Primärerläuterungen 2007)

Die Entwicklung des INTERNET zu einem Jedermannsmedium geht auch an denjenigen Fächern und Sparten des Wissenschaftsbetriebs nicht vorbei, die seiner vielleicht nicht unbedingt bedürfen. Von den Vorteilen, die dieses Kommunikationssystem bietet, haben vor allem E-Mail- und WWW-Dienste, in Kombination mit den Schreib- und Speicherleistungen fortentwickelter Rechner, für die wissenschaftliche Arbeit und das Studium, auch im Bereich der Geschichtswissenschaft, beachtliche Neuerungen, Erleichterungen und Produktivitätssteigerungen nicht nur denkbar, sondern auch möglich gemacht.

Welche interessanten Einblicke, etwa in die Arbeit an anderen Wissenschaftsstandorten, und welche Gebrauchsvorteile, zum Beispiel bei der Bibliotheksrecherche, das WWW für Historiker - auch der älteren Geschichtsepochen - liefert, mag der Leser, wenn er es nicht schon einmal getan hat, selbst überprüfen, indem er einige der in der Abteilung ERATOSTHENES - nicht nur für Althistoriker - zusammengestellten URL-Adressen des In- und Auslandes anwählt.

Es wird ihm danach von selbst einleuchten, daß WWW-Seiten schon vielerorts - auch im Bereich der Geschichtswissenschaften - für Zwecke

mit Erfolg genutzt werden.

1) Für Althistiorker und Altphilologen im deutschsprachigen Raum sei beispielshalber auf allgemeine, fachlich konzipierte Such-Systeme wie

http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/vl-dtld.html (Virtuelle Bibliothek Geschichte Universität Erlangen) oder

http://www.kirke.hu-berlin.de/ressourc/ressourc.html ('KIRKE' / ursprünglich Universität Erlangen, jetzt HU Berlin - Katalog der Internetressourcen für die Klassische Philologie)

hingewiesen. Auch im Ausland gibt es eine Anzahl vergleichbar ergiebiger und zumeist auch für längere Dauer installierter fachlicher Suchsysteme. Zu weiteren althistorisch und altphilologisch bemerkenswerten und nützlichen WWW-Einrichtungen siehe die umfänglichere exemplarische Auswahl 'WWW_SUCHINSTRUMENTE_GESCHICHTE' dieses WWW-Projekts.

Für die wissenschaftliche Suche oft ergiebig sind auch die allgemeinen, nicht wissenschaftlich-fachlichen Suchmaschinen wie z. B.

genannt, die manchmal wegen der Weite oder Besonderheit ihres jeweiligen Sammelauftrags sogar leistungsfähiger sein können als die speziell wissenschaftlich konzipierten.

2) Ein für Althistoriker und Altphilologen beeindruckendes Beispiel, was die praktische wissenschaftliche Verwendung des Internets durch einen einzelnen Wissenschaftler betrifft, ist das WWW-Projekt des Altphilologen James O'Donnell, vormals University of Pennsylvania, jetzt Georgetown University:

http://ccat.sas.upenn.edu/jod/jod.html und http://www.georgetown.edu/faculty/jod/ WWW-Gesamt-Projekt des Altphilologen James O'Donnell (früher University of Pennsylvania/Philadelphia, jetzt Georgetown University, Washington D. C.).

O'Donnell macht nicht nur vor, wie wissenschaftlich seriös und produktiv das WWW-Medium genutzt werden kann, sondern läßt auch erkennen, welche praktischen Schwierigkeiten seine Benutzung selbst im Betrieb nordamerikanischer Universitäten bereitet; aus diesem Grunde gibt er m. E. sehr praktikable Ratschläge für die Einführung und Benutzung des Mediums auch in der wissenschaftlichen Lehre.

Ein weiteres Beispiel für einen einfach zu handhabendenen und für den wissenschaftlichen Austausch - auch über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg - außerordentlich sinnvollen Gebrauch der Internet-Publikationsmöglichkeiten, stellt etwa die WWW-Seite des Althistorikers Konrad K. Kinzl, Trent-Universita, Canada dar:

http://www.trentu.ca/ahc/resources.html#dir Resources on the Internet for Ancient History and Classics Hg. K. H. Kinzl, Trent-University, Canada.

3) Gewiß gibt es bei dem Empfang und bei der Herstellung von WWW-Seiten manche Probleme, über die man nicht einfach hinwegsehen kann.

Teilweise sind sie technischer Art. Sie können Interessenten unterschiedlich betreffen. Manchmal verschwinden sie allerdings irgendwann im Lauf der technischen Entwicklung. So ließ sich zum Beispiel früher auf einer WWW-Seite nicht gleichzeitig in mehreren Weltschriften - also z. B. zugleich lateinisch, griechisch und hebräisch - schreiben, und manche älteren Empfangsprogramme, soweit sie heute noch genutzt werden, schließen diese Möglichkeit natürlich weiterhin aus. Das war für einen im WWW arbeitenden Althistoriker lästig, weil er sich mit mehr oder weniger groben Umschriften behelfen mußte. Mit der technischen Entwicklung ist das heute aber anders geworden. - Auch für Bild-, Video- und Audiodateien gab es früher gewisse technische Übertragungsschwierigkeiten. Mittlerweile hat aber die Einführung neuartiger Dateitypen ebenso wie die erheblich größere Leistungsfähigkeit der normalerweise verbreiteten Jedermanns-Rechner deren wissenschaftliche Nutzbarkeit erheblich verbessert. - Ähnliches darf man für diese oder jene verbliebene oder evtl. neu auftretende technische Schwierigkeit erhoffen.

Manche Probleme der Internetnutzung sind sprachlicher Art. Lästig für den Normalbenutzer, der sich des heute als so zukunftsträchtig angepriesenen Mediums ja an sich ohne größere Probleme sollte bedienen können, sind z. B. die vielen kurzen und unverständlichen, in ihrer - oft simplen - technischen Spezialbedeutung lexikalisch kaum und aus Handbüchern noch weniger zu ermittelnden, ohne Not englisch gehaltenen Worte des Rechnergebrauchs, von 'browser' (=Empfangsprogramm) über 'preferences' (=Einstellungen) bis 'slash' (=Schrägstrich). Es liegt aber letztlich auch am Benutzer selbst, diesen Sprachgebrauch für sich selbst und andere durch kurze und ihm wie anderen verständlichere Worte zu ersetzen: es gibt, insbesondere für Wissenschaftler, keine vorgeschriebene internetbezogene Redeweise oder gar Sprache.

Einige Unannehmlichkeiten, ja Belästigungen, zumindest aus der Perspektive des wissenschaftlichen Austauschs, ergeben sich, was Kosten und Zeitaufwand betrifft, aus der marktgemäß unordentlichen Konkurrenz bewußt verschiedenartig gehaltener Betriebssysteme und aus der dem Nutzer oft aufgedrängten Beseitigung ('Aktualisierung') etablierter, gut funktionsfähiger Programme durch immer wieder neue verkaufsförderliche Neuentwicklungen. Auch die offenbar immer größer werdenden allgemeinen Probleme des Virenschutzes und der Abwehr von Rechnerausspähungsversuchen belasten den Nutzer mit an sich unnötiger Arbeit und nicht geringen Kosten.

Einige 'Probleme' bestehen jedoch auch darin, daß ein größerer Teil - nicht mehr der Studenten, wohl aber - der ohne Internet großgewordenen Wissenschaftler zwar mittlerweile einen leistungsfähigen Rechner gestellt erhalten oder privat erworben hat, aber ihn nicht in eigener Person wirklich wissenschaftlich zu nutzen versteht oder gewillt ist. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und teils verständlich; es wird aber m. E. so in einer manchmal etwas uneinsichtig wirkenden Weise allerlei Kreativitätspotential verschenkt. Denn bei allen Schwierigkeiten, die im Wissenschaftsbereich der Verwendung der Internet- und generell der elektronischen Publikationstechniken immer noch entgegenstehen und auch vonseiten der Hersteller und vielleicht sogar - zumindest in einem nicht-privatisierten Gemeinwesen - durch eine staatliche Marktaufsicht beseitigt werden sollten, bieten diese doch schon in ihrer jetzigen Form einen Fortschritt der individuellen und kollektiven wissenschaftlichen Arbeitsmöglichkeiten an, von dem die Wissenschaft bisher m. E. nur träumen konnte. Zur Veranschaulichung dessen siehe: Stichworte zur Nutzung elektronischer Mittel im Hochschulbereich.

Bei dem Projekt 'Alte Geschichte im WWW', einem von mir beantragten, am zentralen Rechenzentrum der TU Berlin (Modenamen: 'tubit') zugelassenen, nicht-kommerziellen Projekt, geht es mir als Herausgeber und Einzelbearbeiter seit 1995 darum, diesen Fortschritt praktisch zu erproben, etwa soweit sich die Frage stellt, was man als Hochschullehrer für Alte Geschichte unter den gegenwärtigen Bedingungen des Hochschulbetriebs sinnvoll mit einer eigenen WWW-Seite anfangen kann. Aber auch andere, allgemeinere Fragen, zum Beispiel nach der Nutzbarkeit des Internet im Bibliothekswesen einer Hochschule oder nach der Kostenbelastung von Wissenschaftlern mit ihrem Gebrauch des Internet, stellen sich.

Aus Gründen der begrenzten Arbeitskraft, Zeit und Finanzmittel eines einzelnen Bearbeiters kann und will ein Projekt wie dieses hier nicht zu so etwas wie einer elektronischen Zeitschrift für Alte Geschichte werden.

Es hat vielmehr nach wie vor Experimentalcharakter; dies vor allem insoweit, als seine Gestalt und seine Inhalte in jeder Hinsicht und in völliger Eigenverantwortlichkeit des zuständigen Einzelwissenschschaftlers, ganz nach Zweckmäßigkeit und Lage, schnell und zielgerecht entwickelt und verändert werden können.

Das erfordert allerhand Arbeit und Stehvermögen. Der Herausgeber ist alles in einer Person und will es sein: Konzeptentwickler, Textautor unter den neuen Bedingungen der medial vielseitigen Internetkommunikation, technischer Gestalter und sogar ein bißchen Systemadministrator. Er macht außerdem dabei manche Fehler und ist in besonderer Weise - wegen der ggf. weiten Ausstrahlung seiner Internet-Botschaften - zu ständiger Fehlerbeseitigung verpflichtet. Aber dies alles stellt eine interessante - und in der Welt fremdbestimmter menschlicher Arbeit eher seltene - Herausforderung, insbesondere unter dem Aspekt einer nicht nur ideell postulierten, sondern faktisch möglichen, wissenschaftlich-autonomen Publikation und Kommunikation, dar. Insoweit ist das Projekt der wissenschaftlichen Mühe wert und - gerade auch als Einzelbearbeiter-Modell - weiterentwicklungsfähig.

Wer etwas Ähnliches versuchen möchte, mag mich gern ansprechen. Auch die Übernahme von Autoren-Beiträgen in die verschiedenen Abteilungen dieser WWW-Seite ist nach Absprache mit dem Herausgeber prinzipiell möglich.

Zum Schluß noch eine Bemerkung zur Benutzung der Leistungen dieses WWW-Projekts. Die in seinen verschiedenen Abteilungen - überall kostenlos (!) - präsentierten Beiträge sollen in Übereinstimmung mit dem Auftrag einer öffentlich-rechtlich verfaßten Hochschule die wissenschaftliche Lehre und generell den wissenschaftlichen Austausch fördern. Ihre unkomplizierte Verwendung für den wissenschaftsbezogenen, persönlichen Gebrauch aller Studenten, Wissenschaftler-Kollegen und sonst ideell Interessierten - innerhalb und außerhalb der TU Berlin - ist nicht nur zulässig, sondern erwünscht.

Die Beiträge dienen jedoch auf gar keinen Fall kommerziellen Zwecken. Die kostenlose Verwendung vieler Elemente dieser WWW-Seite durch den Herausgeber ist nur unter dieser Bedingung mit Zustimmung der Urheberrechts-Inhaber möglich gewesen. An allen in das Projekt eingearbeiteten Beiträgen und Materialien, behalten sich deren Autoren deshalb, sofern sie ausdrücklich als Autoren angegeben sind, gegenüber allen Absichten kommerzieller Verwendung ihr Urheberrecht i. S. des Urheberrechtsgesetzes vor. Das bedeutet u. a., daß sie einem Nach-Druck oder einer sonstigen Vervielfältigung ihrer Beiträge, die über die wissenschaftsübliche persönliche Nutzung hinausgeht, ausdrücklich zustimmen müssen. Sie werden dies in der Regel dann tun, wenn sie zuvor um ihre Zustimmung gebeten werden. Zu diesem Zweck können und sollten sie rechtzeitig jeweils direkt angesprochen werden.

Was ferner den nur zitierenden Gebrauch fremder geistiger Leistungen aus dieser WWW-Seite betrifft, so ist die wissenschaftsübliche genaue Zitierweise selbstverständlich und oftmals auch rechtlich geboten.

Der Herausgeber ist, was seinen eigenen Gebrauch fremder Leistungen betrifft, bemüht,

Im Falle von Anregungen und Einwänden bitte ich freundlich um Benachrichtigung. 


DER HERAUSGEBER, Christian Gizewski, EP: christian.gizewski@tu-berlin.de.