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P 2: Stichworte zur Nutzung elektronischer Mittel im Hochschulbereich*.

Die Ausführungen dieses Abschnitts entstammen einem Vortrag d. Hg. i. J. 1998. Soweit die damals - nur zur Veranschaulichung und besseren Diskussion einzelner angesprochener Punkte - als Beispiel gewählten URL-Adressen nicht mehr existieren, wurden die Querverweise bei der erneuten Durchsicht gelöscht, aber in eckigen Klammern belassen. Noch existierende, aber veränderte Adressen wurden aktualisiert. Hier und da wurden kleine Ergänzungen eingefügt. Die Beispiele sind nur unsystematisch ausgewählt und ließen sich daher beliebig verbessern und ergänzen.

D. Hg., im April 2004.

Die nachfolgende Zusammenstellung soll unter I. in einer möglichst stichwortartigen, übersichtlichen Form darlegen und mit einigen Beispielen verdeutlichen ,

  • an welchen Stellen die Nutzung elektronischer Mittel für den wissenschaftlichen Gebrauch heute ein besonderes Nachdenken aller Beteiligten und Interessierten empfiehlt
  • und wo man zu den angesprochenen Punkten exemplarisch aufschlußreiches Material finden kann.

Die mit im folgenden angesprochenen Probleme werden oftmals als nur für Techniker lösbar, wissenschaftlich peripher oder zu zeitaufwendig empfunden. Sie lassen sich aber auch für normale Wissenschaftler lösen.

Unter II. sollen einige Thesen zum wissenschaftlichen Gebrauch elektronischer Mittel für wissenschaftliche Zwecke formulierten und wiederum mit kleinen Beispielen veranschaulicht werden.

Auf die größeren Themen und Probleme, etwa die politischen und sozialen Konsequenzen des Internetgebrauchs und anderer Verwendung elektronischer Medien, läßt sich an dieser Stelle nicht angemessen eingehen. Eine m. E. gute und umfassende Übersicht bietet das gerade erschienene, aktuell gehaltene, 570 Seiten starke Buch von

Claus Leggewie und Christa Maar (Hg.), Internet und Politik. Von der Zuschauer- zur Beteiligungsdemokratie, Bollmann-Verlag Köln 1998, ISBN 3-89658-101-5.

Zu diesen Themen gibt es im übrigen eine ständige öffentliche Diskussion, auch im Internet, und eine Vielzahl von Publikationen.

M. E. kommt es für Wissenschaftler, die sich mit den elektronischen Medien vertraut machen wollen, zunächst einmal aber darauf an, sich selbst im praktischen Ausprobieren ein Bild von den Möglichkeiten einer strikt wissenschaftsadäquaten Nutzung elektronischer Medien zu machen, unabhängig davon, was diese oder jene gewichtige Stimme für möglich oder unmöglich, für zwingend geboten bzw. mit Sicherheit zu erwarten oder andrerseits für unheilvoll bzw. für technisch überkompliziert bzw. für unwissenschaftlich hält.

Nirgendwo steht ferner geschrieben, daß beim Internetgebrauch geschäftsmäßige Aspekte, ein Übermaß an Geräte- und Programmtechnik, ein Übermaß an optischen oder akustischen Extras ('Design') und eine unklare bzw. weithin unverständliche Techniker- oder auch eine verkaufsorientierte Imponier- und Verunklärungssprache dominieren müssen. Jeder aktive Nutzer der 'neuen Medien' hat es in der Hand, seinen eigenen Stil zu entwickeln, seine eigene Sprache zu sprechen und insbesondere strikt bei dem zu bleiben, was wissenschaftlich sinnvoll und vorteilhaft an ihnen ist.

Durch

  • koordinierte,
  • allgemeinverständlich ausgedrückte,
  • auf die für die Wissenschaft wesentlichen Gebrauchsvorteile der elektronischen Möglichkeiten konzentrierte,
  • auf Freiwilligkeit und freundliche Bereitschaft zum Erklären und zu gegenseitiger Unterstützung bauende - d. h. nicht primär und ständig auf Spezialistendienste und entgeltliche Leistungen angewiesene -

Verfahrensweisen könnten jedenfalls die wissenschaftlichen Arbeitszusammenhänge und die sie tragenden Hochschulangehörigen allesamt einen erheblichen Nutzen von einer besseren Nutzung der nach der Geräteaussattung ja fast überall im Hochschulbereich schon reichlich vorhandenen technischen Möglichkeiten haben.

Christian Gizewski

I. ÜBERSICHT ÜBER VERSCHIEDENE BEI DER INTERNETNUTZUNG ZU BEWÄLTIGENDE PROBLEME.

a) Wissenschaftliche Einzelarbeit mit elektronischen Mitteln.

Beurteilung und Auswahl vorteilhafter Festplatten, Drucker, Scanner, Speicher-Zusatz-Geräte, Brenner, Mikrophone, Kameras, externer Speichermittel usw..

Nutzung und Wartung dieser Geräte.

---
Auswahl wissenschaftlich besonders gut nutzbarer Betriebssysteme und der zugehörigen Schreib-, Graphik- und Konversionsprogramme.

Aktualisierung und Problem-Bewältigung von Betriebssystemen und Programmen.

Beispiele:

1. Informationen für Macintosh-Betriebssysteme etwa über Fa. Adobe: http://www.adobeshop.com/ ,

2. Informationen für 'PC'-Betriebssysteme etwa über Fa. Symantec:http://www.symantec.de oder über Verlag für die Deutsche Wirtschaft: http://www.vnr.de/vnr/computeredv/index.html

Handhabung der zur Verfügung stehenden Internet-Verbindungs- und Dienstprogramme.
Beispiele:

Dienstleistungen der Rechenzentren: 1) ZRZ TU Berlin: http://www.tu-berlin.de/www/ und http://www.tu-berlin.de/www/software/, 2) ZEDAT FU Berlin: http://www.zedat.fu-berlin.de/, 3) Zentren für Kommunikation und Information in Deutschland: http://www.zki.de/

Elektronisches Recherchieren für wissenschaftliche Zwecke (URL- FTP- und News-Adressen und ihre Auffindung).
Beispiele:

1. Eine globale 'Suchmaschine': http://www.yahoo.com

2. Ein Suchsystem für die Altertumswissenschaften: [ http://argos.evansville.edu/ ]

3. Ein spezielles Suchsystem für GW an einer Hochschule: ERATOSTHENES.

Nutzung und Ordnung elektronischer wissenschaftlicher Korrespondenzmöglichkeiten.
Beispiel:

Adressen aller deutscher Hochschulen:http://holderied.de/DeutscheHochschulen.html

Elektronisches wissenschaftliches Publizieren, insbesondere zum Zwecke vollgütiger wissenschaftliche Publikationsform.
Beispiele:

1. Eine elektronische Buchpublikation: http://ccat.sas.upenn.edu/jod/texts/cassbook/toc.html

2. Eine Komplexpublikation: SCRIPTORIUM

Konzeption und Durchführung wissenschaftlicher WWW-Projekte.
Beispiele:

1. WWW-Seite des Altphilologen J. O'Donnell: http://ccat.sas.upenn.edu/jod/jod.html .

2. WWW-Projekt "AGiW'. REGISTER.

 

b) Wissenschaftliche Kooperation.

Dokumentenaustausch über elektronische Post: insbesondere Anlagen-Versand, Format- und Konversionsprobleme.
Beispiel eines elektronischen Briefes mit Anlage:  Bild 2.GIF
Elektronische Konferenzschaltungen.
 ---
Gemeinsame Nutzung eines Rechners und Rechnerbenutzungskonzessionen.
 ---
Verschlüsselung und andere Maßnahmen der Abschirmung gegen Datenabschöpfung und Überwachung.
 ---
Gemeinsam zu bearbeitende WWW-Projekte.
 ---

c) Wissenschaftsbezogene Diskussionsforen.

Zeitweiliger Aufbau fachlicher WWW- und News-Diskussionsforen.
Beispiel:

42. Dt. Historikertag:[ http://historikertag.uni-frankfurt.de ]

Herausgabe von WWW-Zeitschriften
Beispiele:

Gnomon 'online': http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/Gnomon/Gnomon.html

Elektronisches Symposium zu Humanwissenschaften, Kultur und Geschichte an der HU Berlin: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/

Unterhaltung wissenschaftspolitischer Diskussionsforen.
Beispiel:

'Cricetus criticus' ('AGiW'): CRIC.htm , speziell: Zu_Diogenes.

 

d) Recherche im Internet und über CD-Speicher.

Nutzung von WWW-Projekten, -Archiven und -Verzeichnissen.
Beispiele:

 Konzentrierte Zusammenstellung wichtiger URL-Adressen: WWW_SUCHINSTRUMENTE_GESCHICHTE

Nützliche längere Sammel-Liste: [http://home.t-online.de/home/fingerhut.marbach/geschichte.htm]

 Nutzung von FTP-Archiven und -Verzeichnissen.
Beispiel: 

Hist.-bibliothekarisches FTP-Suchsystem/Universität Straßburg: gopher://ushs.u-strasbg.fr/77/biblio/bib-ushs/.biblio/drant/drantasc

 Nutzung von CD-Archiven und Verzeichnissen.
Beispiel:

Hinweise des Klett-Verlags: http://www.klett.de

e) WWW-Hochschulinformationsdienste.

Selbstdarstellung der Fachbereiche, Institute und Hochschulangehörigen (Vollstängigkeit, Ausschöpfung der Verweismöglichkeiten und Aktualität).
Institut für Geschichtswissenschaft am Fachbereich 1 der TU Berlin: http://www-geschichte.kgw.tu-berlin.de/geschichte
Fassung elektronischer Vorlesungsverzeichnisse, Universitätsführer und -nachrichten, Informationsmaterialien aller Art (Darstellungs-Formate und andere Standardformen, Vollständigkeit, Ausschöpfung der Verweismöglichkeiten und Aktualität).
 ---
 Kontakt zu anderen Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen Adressenverzeichnisse (Übergänge zwischen verschiedenen Netzen , 'Uniform Resource Locator' - und 'E-Mail' - Adressen).
Beispiel:

URL- Verzeichnis aller deutschen Hochschulen: http://goethe.ira.uka.de/people/felix/DeutscheHochschulen.html

f) WWW als Arbeitsmittel für die Lehre.

 Ankündigungen und Nachrichten zum Lehrbetrieb (Lokalisierung, Verantwortlichkeit).
Beispiel:

Eine Dozenten-WWW-Seite: Nachrichten zum Lehrbetrieb.

 Elektronische Skripten (Formempfehlungen, Verantwortlichkeit, Autorenrechte, Fehlerkorrektur, Neuausgaben, Zitierfragen).
Beispiel:

 O'Donnell, "New Tools for Teaching": http://ccat.sas.upenn.edu/jod/teachdemo/teachdemo.html

g) Elektronische Studien-Arbeiten.

 Elektronischer Kontakt mit dem Dozenten.
Beispiel:

WWW-Seite Imhoff, FU Berlin: http://www.fu-berlin.de/aeimhof/

 Elektronisch verfaßte Übungs- und Hausarbeiten.
 w.o.
 Geprüfte und bewertete Arbeiten (als Urkunden).
 w.o.

h) Bibliothekswesen.

Bibliothekarische Bibliotheksrecherche und ihre Einbindung in die vorhandenen Suchsysteme.
Beispiel:

Komplex- Suchsystem für Bibliotheken und Buchbestellung: WWW-SUCHINSTRUMENTE HOCHSCHULKONTAKTEUND BIBLIOTHEKSRECHERCHEN

WWW.Nutzung für das Bestellwesen.
Beispiele:

1. Suchdienst 'Amazon': http://www.amazon.com

2. ZentralesVerzeichnisAntiquarischerBuecher: http://www.zvab.com

Zugang zu elektronischen Bibliotheken und Archiven.
Beispiele:

1. 'Bryn MAWr Reviews' oder 'New Jour - Electronic Journals on the Internet' über: http://ccat.sas.upenn.edu/jod/jod.html

2. 'Virtueller' Katalog Karlsruhe: http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/hylib/kvk_extern.html

i) Sekretariatsarbeiten.

Beurteilung und Auswahl verschiedener für Sekretariate besonders sinnvoll nutzbare Betriebssysteme, Schreib- und Konversionsprogramme. Zusatzausbildungen.
Beispiel:

Das betriebssystemübergreifende Konversionsprogramm MacLinkPlus: http://www.dataviz.com

Nutzung der Möglichkeiten elektronischen Brief- und Dokumenten-Versandes.
 ---
Nutzung vvon Handbüchern und Adressenlisten (EM, URL, FTP, Wartungs- und Beratungsstellen und -firmen).
 ---
 

k) Förderung und Rationalisierung des Gebrauchs elektronischer Mittel im Hochschulbereich.

Definition der Aufgaben besonderer Beauftragter für die Internet-Nutzung in Instituten und Hochschulen..
Beispiele:

1. Universitäts-Beauftragter Kobacoff (Nova-University Florida, Ft. Lauderdale): [ http://alabanza.com/kabacoff/Inter-Links/help/vita/resume.html ]

2. Universitäts-Beauftragter O'Donnell (University of Pennsylvania, Philadelphia): http://ccat.sas.upenn.edu/jod/jod.html .

 Informelle gegenseitige Unterstützung der Nutzer (Systematisierungsmöglickeiten).
 ---
Beurteilung und Auswahl von  Service-Firmen.
 ---
 Absolvierung vonLehrgängen für besondere Kenntnisse und Aufgaben.
 ---
 Nutzung der Hilfe von Rechenzentren und anderer zu fachgerechter Hilfe und Auskunft fähiger Hochschulstellen. Ausstattungsfragen (Personal, Geld, Sachmittel).
Beispiel:

Rechenzentrum der TUB, Dienstleistungen für Internet-Nutzer: http://www.tu-berlin.de/zrz/

II. THESEN ZUM WISSENSCHAFTLICHEN INTERNETGEBRAUCH.

A. Herstellung von Skripten für den Lehrbetrieb.

1. Die aktuelle Präsentation des Lehrstoffes ist im WWW besonders gut möglich.

 Zu 1: [Beispiel: Bezugnahme auf aktuelle Ausstellungen und Diskussionen: Einbau von Bildern aus einer Wanderausstellung zum Thema nationaler Geschichtsbilder (Berlin 1998);und Berücksichtigung der Diskussion um den 'Adler' im neuen Berliner Reichstag (Berlin 1998) im Zusammenhang einer rezeptionsgeschichtlichen Vorlesung.

2. Die dynamische Präsentation des Stoffes - mit sachlichen Ergänzungen und Korrekturen, Schreibfehlerbeseitigung, Verbesserung im Aufbau - ist im WWW besonders gut möglich.

 Zu 2: [Beispiel: Präsentation einer WWW-Seite als 'Baustelle':Lehrveranstaltung des jeweils laufenden Semesters: siehe: REGISTER und AUDITORIUM.

3. Die vielfältigen Möglichkeiten insbesondere des Einbaus und der Variation von Graphiken und Audiosequenzen können für eine historische Darstellung von Vorteil sein.

 Zu 3: [Beispiel: Die leichte Nutzung von Audio-Sequenzen und Graphiken für die historische Darstellung: 'Nemesis-Hymnos' und 'Antike Vorstellung von der Oikumene'.

4. Die Verweis-Technik ermöglicht

a) die schnelle Bezugnahme auf andere im Netz vertretene Autoren, Institutionen und Werke,

 Zu 4 a: [Beipiel: Unmitelbar realisierbare gegenseitige Bezugnahme bei WWW-Publikationen verschiedener Autoren aufeinander: Fußnoten-'link' im einem Aufsatz über 'Cassiodor' und korrespondierender Querverweis in der Unterseite 'Cassiodor' der WWW-Seite http://ccat.sas.upenn.edu/jod/jod.html ]

b) die im WWW präsenten wissenschaftlichen Informationsdienste,

 Zu 4 b: [Beispiel einer privaten Lesezeichen-Liste (d. J. 1998) und Informationsdienste der Library of Congress, Legislative Branch, Historical Documents [http://www.loc.gov/].

c) die Bezugnahme auf die Informationdienste und -möglichkeiten des 'außerwissenschaftlichen Bereichs'.

 Zu 4 c: [Lisa, vormals Frank H. Murkowski: http://www.senate.gov/~murkowski/]

5. Ein dramatischer Vorteil der WWW-Skripten ist die Erreichbarkeit auch der in Lehrveranstaltungen nicht präsenten, einschließlich vieler außeruniversitärer Interessenten. Die eingesetzte Arbeit des Dozenten kann somit erheblich mehr Nutzen stiften als ohne die elektronische Publikationsform.

 Zu 5: ['log-file' 'AGiW':Bild 1.GIF]

6. Ein leichter und schneller wissenschaftlicher Gedankenaustausch - unter Überspringen der im Hinblick auf Zeit und Arbeitsaufwand oft sehr erschwerenden Zwischenglieder Post, Kopieren und Sekretariats- oder Druckereibearbeitung von Texten - wird durch EP und ihren Anlagenversand möglich. Die durch unterschiedliche Betriebssysteme bedingten Schwierigkeiten beim Empfang können durch geeignete Konversionsprogramme leicht überwunden werden.

 Zu 6 :EP-Muster: Bild 2.GIF]

B. Wissenschaftliche Publikation im WWW und auf CD.

7. Über elektronische Medien ist die Publikation wissenschaftlicher Schriften wissenschaftsangemessen möglich und für bestimmte Zwecke besonders vorteilhaft. Zu bedenken - aber keineswegs unlösbar (siehe etwa den Vorschlag in P 4 ) - sind dabei die Probleme

 Zu 7: [O'Donnells Cassiodor-Buch im Internet: http://ccat.sas.upenn.edu/jod/texts/cassbook/toc.html]

8. Wissenschaftliche Publikationen für Forschungszwecke, die auf elektronischem Wege erstellt werden, können sich aller Vorteile bedienen, die auch für die Publikation von Skripten im Rahmen der Lehre bestehen (Aktualität, Dynamik, Verweistechnik, schnelle und weltweite Verbreitung).

 Zu 8: [Beispiel Veröffentlichung und ergänzende Veröffentlichung von Rezensionen und Aufsätzen: SCRIPTORIUM]

9. Gegenüber der Publikation in Büchern und Zeitschriften weist die elektronische Publikationensform einige Nachteile auf (Probleme bei der Verwendung unterschiedlicher historischer Schriftsysteme oder beim Speicherbedarf für gut lesbare Karten oder bei der Lesbarkeit und jederzeitigen Verfügbarkeit). Einige Buch-Kategorien dürften deshalb auch auf Dauer nur schwer durch funktionell gleichwertige WWW-Publikationen ersetzbar sein (z. B. Atlanten, Nachschlagewerke, Lehrbücher).

 Zu 9: [Monographie (in Auszügen) R. Kolb, Landwirtschaft im chinesischen Altertum, Text und Glossar: ]

10. Über das Brennen von CD steht eine weitere sehr wichtige neue elektronische Publikationsform zur Verfügung, die viel Speicherraum nutzen kann (650 MB), aber weniger dynamisch ist als das Publizieren im Internet (WWW). Ihr Vorteil liegt - gegenüber der Buchpublikation - vor allem in der kompletten Eigenverantwortlichkeit eines Autors für seine Publikation, in der erheblich gesteigerten Gestaltungsfreiheit und in der Schnelligkeit der Herstellung. Auch für Lehrzwecke bietet die CD manche Vorteile (Skripten in elektronischer Form, Präsentation von Karten, Dokumenten, Bild- und Tondokumenten). Schließlich kann die CD-Publikations-Form dazu dienen, rezensierbare Versionen ansonsten dynamischer WWW-Seiten oder Beiträge zu diesen zu erstellen.

 Zu 10:[Beispiel für die CD-Bearbeitung eines Stoffes: DDR-Musik]

C. Wissenschaftliche Recherchen im Internet.

11. (Bibliothekswesen) Über das Internet lassen sich mindestens alle üblicherweise in öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken vorhandenen Titel aufspüren.

 Zu 11: [Beispiel: Verbundkatalog Dt. Bibliotheksinstitut: [ http://www.dbilink.de/ ]]

12. (Buchhandel) Über die WWW-Seiten des Buchhandels lassen sich die meisten gesuchten Neuerscheinungen schnell ausfindig machen und Angaben über sie zuverlässig und aktuell überprüfen.

 Zu 12: ['Amazon'-Suche: http://www.amazon.com

13. (Archive) Über das Internet lassen sich eine Vielzahl deutscher und ausländischer Archiven schnell und direkt aufsuchen.

 Zu 13: [http://www.bawue.de/~hanacek/info/darchive.htm 'Archive in der Bundesrepublik Deutschland', hg. von Andreas Hanacek. Mit einem Anhangsteil, in dem sich Verweise auf die oder einige Archive Australiens, Dänemarks, Groß-Britanniens, Irlands, Kanadas, Norwegens, Österreichs, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der USA sowie auch Internationaler Archiv-Organisationen befinden.]

14. (Hochschulwesen) Das Internet gestattet die unmittelbare Orientierung in den WWW-Seiten mittlerweile fast aller Hochschulen des In- und Auslandes, ferner fast aller anderen Forschungseinrichtungen und der gesamten Wissenschaftsbürokratie.

 Zu 14: [WWW-Verzeichnis aller deutschen Hochschulen (RZ Univ. Karlsruhe): http://goethe.ira.uka.de/people/felix/DeutscheHochschulen.html]

15. (Museen) Das Internet erlaubt den unmittelbaren Zugang zu den WWW-Seiten vieler - darunter auch historisch besonders wichtiger - Museen des In- und Auslandes.

 Zu 15: [WWW-Seite Dt. Histor. Museum:http://www.dhm.de/ und http://www.dhm.de/links.html (Querverweise auf andere in- und ausländische Museen)]

16. (Historische Projekte) Im Internet ist eine Vielzahl historischer und historisch bedeutsamer WWW-Seiten präsent. Das gilt auch für die Alte Geschichte, die Altphilologie und Archäologie.

 Zu 16: [Ein spezielles Suchsystem für Geschichtswissenschaft an einer Hochschule ('AGiW') mit Verweisen auf andere derartige oder größere Systeme: ERATOSTHENES]

D. Diskussionsplattformen, Kooperationsprojekte, elektronische Zeitschriften.

17. WWW-Seiten und - weniger gut - sog. 'News-Groups' lassen sich für Zwecke wissenschaftlicher - und auch wissenschaftspolitisch-öffentlicher - Diskussion nutzen. Dabei sind redaktionslose Plattformen mit reinem Sammelcharakter und redaktionell betreute Plattformen denkbar.

 Zu 17: [Diskussionsplattform 'Cricetus criticus' ('AGiW'): CRICETUS , speziell: Zu_Diogenes.]

Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de