S 60

Griechische Volkstradition in den von Charis Alexiou gesungenen 'Laika Tragoudia' (1975): 12 griechische Liedtexte mit Übersetzung ins Deutsche.

Bearbeitet von Panagiota Kapogianni, Sotina Theodosiati und Christian Gizewski.

ZUR EINLEITUNG.

Ende der 1970er Jahre kaufte der deutschspachige Autor Gizewski antiquarisch eine griechisch beschriftete, griechisch besungene und in ihrer musikalischen Tradition volkstümlich-griechische CD. Die Musik und Lieder waren wunderschön und ausdrucksvoll vorgetragen. Aber die Texte konnte er lange nicht richtig verstehen, weil er des Neugriechischen weithin nicht mächtig war. Es ging um - deutsch geschrieben - 'Charis Alexiou, 12 Laika Tragoudia', erschienen bei MINOS A. E. unter der Nr. 7243 4 80053 2 8. Eine Jahreszahl war in dem Kleinstgedruckten nicht erkennbar, allerdings zweimal der griechisch geschriebene Name 'A(TH)HNA'. Die dunklen Augen, das schwarze Haar, der etwas scheue, aber doch selbstbewußte Seitenblick der abgebildeten Sängerin, ihre kräftige Alt-Stimme und ihre Kunst nahmen 'sein Herz gefangen', um es in der - ihm heute verständlich gewordenen - Sprache ihrer Lieder zu sagen. Immer wieder einmal hatte er die Absicht, irgendwo genauer zu erfahren, was die Liedtexte genau bedeuten. Aber die Schwierigkeiten dabei führten zu einer Verschiebung des Anliegens letztlich um fast 40 Jahre, mehr als die Hälfte seines Lebens.

Dann aber übernahmen es die befreundeten Griechinnen Frau Panagiota Kopogianni und Frau Sotina Theodosiati, das Übersetzungs-Problem zu lösen. Dafür möchte ich ihnen danken. Danken sollte ihnen und der Sängerin auch das dem Griechen-Lande - abseits aller kleinlichen Wirtschaftsunfreundlichkeiten - tief innerlich verbunden bleibende griechenfreundliche Publikum in Deutschland.

Denn in den Liedtexten findet sich viel allgemeinmenschliche Weisheit, persönliches Erleben, redliches Gefühl, echte Dramatik und realistisch-kritische Menschenkenntnis. Dies alles steht nun an dieser Stelle zur Verfügung.

Die so wichtige Musik war bisher aus technischen Gründen an dieser Stelle leider nicht zugänglich. Aber wenigstens das Übersetzungs-Problem ist bewältigt.

Im Internet finden sich die Lieder der alten CD mittlerweile unter der Adresse

https://www.youtube.com/watch?v=KLNeTuQeSRI&list=PLB5ADB9A86469849B

und außerdem natürlich viele spätere eindrucksvolle Präsentationen der Sängerin.

Christian Gizewski, 21. Mai 2017.

DIE TEXTÜBERSETZUNGEN INS DEUTSCHE:

1.Meine Dimitroula.1)

Demeter, meine kleine, ich möchte mich heute betrinken,
und mit dir, du Genießerin, möchte ich feiern.
Komm, meine Rumtreiberin, wir gehen heut nach Rafine,
wo es, du meine Spielerin, Fisch und Retsina gibt.
Eine Laterna2) bring ich dir mit - die macht uns Stimmung -
und spendieren tu ich. Und du zier' dich nicht.
Stoß mit dem Bein, was immer du willst, nur an, und ich zahle,
alles, was du dabei zerstößt, Dimitroula, zahl' ich für dich.
Trink noch ein Gläschen Wein und setze fleißig, mein Püppchen,
an deinen Mund das Glas, schlürf den Retsina-Wein.
Heute wollen wir uns, du Süße, betrinken und die Nacht lang feiern.
Eine Laterna bringe ich dir, die macht Stimmung, und ich spendiere.
Laß nur dein Zieren, und stoß mit dem Bein, was immer du willst,.
Alles was du zerbrichst, alles zahl ich für dich.
He du, Wirt der Taverne, bring uns noch mehr Kokinelli.2)
Garsilama 3) tanz du, mit dem Absatz der Schuhe
klopf Tiki-Tiki-Takt, meine Liebe, beweg deinen Körper,
Dimitroula, für mich und nimm alles für dich.
Laß deine Zierereien und zerbrich mit dem Bein nur alles.
Alles, was du zerbrichst, zahl' ich am Ende für dich.

2. Wenn eine Frau trinkt.

Trinkt eine Frau und benimmt sich daneben,
nehmt's ihr nicht übel und laßt sie leben.
Wißt ihr denn, welchen Schmerz sie hat?
Sagt mir doch nicht, was verboten ist,
wenn mir der Kummer am Herzen frißt
und auch ihr den Rat nicht wißt .
Trinkt eine Frau tagtäglich mit allen,
dann hat ein Unglück sie befallen,
das sie tief innen verwundet hat.
Sagt mir doch nicht, was verboten ist,
wenn mir der Kummer am Herzen frißt
und auch ihr den Rat nicht wißt .

3. Die Rosa.

Die dumme Rosa mit den Locken, aus Lessinien 4),
die treibt es im Theater, sucht dort Arbeit,
denkt, Kino-Star zu sein, zeigt allen ihre Photos,
tritt auf als heilige Genoveva, weiß gewandet.
Doch treibt sie's im Theater nur und sucht Arbeit.
Denn in Athen - Verbrecherstadt seit je - gibt's Reinheit nicht.
Ihr kam der Vorschlag, Tsakalos5) zu dienen
als Spitzelin, doch sagte sie laut nein
und zog sich wieder an als Genoveva..
Am Morgen fand man sie dann - gut geschminkt,
als ob sie auf der Bühne wäre.

4. Pos se lene - Wie heißt du? 6)

Schmerz und Kummer habe ich im Herzen.
Aber meine Freunde lachen über mich.
Auch die Ärzte sprechen nicht mit mir.
Wie heißt du, wie heißt du - du Kraut,
wenn es brennt, meinen Kummer zu heilen?
Der Mann, den ich liebe, hält sich zurück.
Nur wenn er mich küßt, werd' ich wieder gesund.
Wie heißt du, wie heißt du - du Kraut,
wenn es brennt, meinen Kummer zu heilen?

5. Pergame.7)

Ach Pergamon, du schönes Pergamon!
Wir gingen fort und weinen nun um dich.
Seit damals weinen wir um unsere Liebe.
Trüb ist das Meer geworden unter Tränen.
Von Kräutern voll und Blumen war mein Garten,
und alle Liebe hab ich ihm gebracht.
Und später alles, als ich zwanzig war,
du meine Liebe, dir dann zugedacht.
Ach Pergamon, du schönes Pergamon,
oft tranken wir und sprachen über dich.
Ach wie wir tranken und doch nicht vergaßen
das schöne Leben, das verloren ging.

6. Etsi pou to pas - Sowieso gehst du weg.8)

Wie verloren unsere Herzen sind.
Nur zwei Rudelhunde sind wir noch.
Niemals fragst du mich, doch jede Nacht
bringst du feiernd 'rum und ohne Schlaf.
Wohin wirst du's bringen, wie du's treibst?
Du verlorener Vogel liebst mich nicht.
Fliegst woanders hin, läßt mich allein,
und ich sterbe.
Immer hast viel Geld du in der Tasche -
ein verfluchtes Spiel. Doch es brennt die Welt.
Jeden Samstag bist du weg bis morgens.
Wohin wirst du's bringen, wie du's treibst.
Du verlorener Vogel liebst mich nicht.
Fliegst woanders hin, läßt mich allein,
und ich sterbe.

7. Elenitsa.9)

Seh ich Deine Augen nicht, so werd ich krank.
Seh ich Deine Augen doch, werd' ich verrückt.
In die Hölle bringen sie mich dann.
Weh mir, weh mir noch einmal,
meine Puppe du, mein Püppchen,
meine Elenitsa, ich bin ganz verrückt
nach den dicht geschlossenen Brauen
und den ganz weit offenen Lippen
Du hast mir mein Herz verbrannt,
und im Inneren tut's mir weh.
Weh mir, weh mir noch einmal,
meine Puppe du, mein Püppchen,
du hast mich verrückt gemacht.
Elinaki, komm, sei mein,
du so sehr von mir Begehrte.
Glaub mir nur, wenn ich dir sage,
du hast mich verrückt gemacht -
und ich weine.
Weh mir, weh mir noch einmal,
meine Puppe du, mein Püppchen,
Elenitsa, du, fest häng' ich an dir,

8. Auf einer Klippe am Meer.10)

Auf einer Klippe, im Laufe der Zeiten zerklüftet vom Meere,
saß in der Dämmerung ich, dachte nach, was mir geschieht.
Denn ein jeder wichtige Schritt im Leben war Irrtum.
Nur viel Schmerz hat das, Unheil dazu, mir gebracht.
So hab ich große Angst und würde gern fliegen, doch leider
tragende Flügel dafür habe ich einfach nicht
Mich hat vernichtet nur blinder Zorn beliebiger Menschen.
So ist Gras mein Bett, Kissen die weite Welt.

9. Tsachpin - Untreue.11)

Wo warst du denn, wo warst du denn, hast dich nicht blicken lassen. -
Ich war wie immer im Café, Tsachpin.
Im Café war ich Ouzo trinken und was Ausgesuchtes essen.
Anschreiben mußt' ich lassen, Tsachpin.
Ich war was Ausgesuchtes essen im Café, und du hast mich gesucht -
Nun komm auch du und setz dich mit dorthin, Tsachpin.
Komm nun auch du und setz dich mit dorthin:
wir können dort gemeinsam dann ein bißchen trinken, Tsachpin.

10. Mein Eingesperrtsein.12)

Heut abend Schmerzen mich beschweren
und aus meiner Seele kommt nur Ruß.
Kann ich meinem Weinen wehren,
wenn ich dich vermissen muß?
Zu dir eilen die Gedanken,
und der Kummer frißt mich auf.
Uneinsichtig trennen Schranken,
hindern unserer Herzen Lauf.
Warum nimmt man dich von mir,
wem soll das denn wirklich nützen:
Herzen brechen, Kummer säh'n,
zwei Unschuldige nicht beschützen.
Kummer frißt mich völlig auf.
Nicht zusammen, können wir nicht leben.
Finstere Einsamkeit wird uns nicht binden.
Denn wo soll auf dieser Welt
ich dein goldenes Herz nur wiederfinden.
Der Kummer frißt mich völlig auf.
Wir sind getrennt, wir leben nicht zusammen.

11. Souropomata - Die Dämmerung.13)

Nicht kommt die Post mehr wie stets und nicht mehr klingelt
mein Telephon, und die Straße ist leer.
Nur der Wind aus dem Norden will in der Dämmerung weinen,
Mit seinen vielen Mündern sagt er: er kommt, er kommt.
Doch es steht ja fest, keine Nachricht bekam ich vom Freunde
und vom Bekannten auch nichts, keinerlei Neuigkeit.
Sendete ich dir auch bittere Tränen, sie würden trotzdem
unbesehen mit mir traurig verloren geh'n.

12 Lenko, lenko, lenko / Hellada - Hör zu, hör zu, hör zu / Auf Hellas.14)

Der alten 'Frau Mutter' gewährt keine Hilfe,
nicht 'mal einen Stock an ihrem Bett;
denn diesen würde sie nur benutzen,
um jeden Tag ihre Kinder zu schlagen..
Und mich, wenn ich rede, würde sie beschimpfen
voll übler Laune als Rumtreiberin.
Doch wenn sie auf diese Weise 'erzieht'
all ihre Kinder, so werden diese
herunterkommen zu Sklavengestalten.
Die Jugend vertreibt sie in schmutzige Gassen
und legt ihre Willkür dem Lande auf.
Rede, rede, rede.
Mach Schluß damit, mich zu regieren.
Rede, rede, rede.
Mach Schluß mit der Tyrannei.
Denn wenn ich möchte, daß endlich einmal
die Stimme, die mir gehört, auch gilt,
dann immer schrecken mich ferne Gespenster.
Nur du, mein Schöner, heilst meinen Schmerz.
und machst mir so mein Leben zu Gold.
Und nun, 'Barbar'15), erzähl doch mal genauer,
wie war 'das Mütterchen' denn früher:
Seid ihr geschlagen worden, wenn ihr strittet,
oder - unwahrscheinlich - wurdet ihr
gewiegt mit Küssen und mit Streicheln?
Rede, rede, rede.
Du zerreißt nur, zerreißt mir das Herz.
Rede, rede, rede.
Du zerstörst nur, zerstörst mir die Freude.
Der 'Alte' wird nun ernst, kratzt sich am Kopf,
bestellt Kaffee und will uns etwas sagen.
'Als sie noch klein war,wurde eure Mutter
ein Waisenkind und hat zum Trost mit Blumen
im Garten das stolz erhobene Haupt geschmückt.
Doch als sie schlief, ist dieser Schmuck ihr dann
entfallen auf die Erde.' - Aber statt der Blumen
hätt' sie doch mich behalten; denn sie wollte
daß ich an ihrer statt das Leben sehen sollte.
Rede, rede, rede.
Zwar hast Du auf Deine Art
mir stets nur die Seele versehrt.
Rede, rede, rede.
Doch werden vielleicht dereinst
wir uns wiedersehen als Freunde.
'So, meine Kinder', sagt er, 'war Eure Mütter früher.
Erst viel später füllte ihr Garten sich an mit Gesindel,
und das macht' aus dem Mädchen im Laufe des Lebens
schließlich ein lumpiges Weib, dessen Wunden man sah
immer, wenn sie schrie und uns maßlos schlug voller Wut
Denn sie war geworden ein Spielball verrohter Interessen.
Und nur selten wohl kam sie an, was sie früher mal träumte,
Freihheit kannte sie nicht, suchte sie auch nicht mehr.'
Rede, rede, rede.
Sag es mir wenigstens jetzt im Kamin,
im Licht des Feuers, was suchst du?
Rede, rede, rede.16)
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Anmerkungen.

1) Älteres Volkslied, Entstehungszeit der Version um 1936.
2) Eine 'laterna magica' ist eine in früheren Epochen gebräuchliche Publikumsattraktion auf Märkten, mit deren Vorrichtungen phantastische Bilder umd schöne Melodien dargeboten wurden. - Kokinelli ist in trockener, griechischer Tafel-Rotwein.
3) Ein aus Pontos (nördliches Kleinasien), der heutigen Türkei) stammender griechischer Tanz.
4) Lessinien ist eine von einer griechischen Minderheit bewohntes Voralpengegend Italiens bei Verona, Rosa also eine 'Auslandsgriechin'.
5) Athener Mafia-Boß der 1970er Jahre.
6) Motiv eines griechischen Liebes-Volksliedes.
7) Entstehungszeit der Version um 1975. Lied und Liedtext erinnern an den Verlust der Heimat für die griechische (und die türkische) Bevölkerung aufgrund der griechisch-türkischen Konvention vom 30. Januar 1923 über einen Bevölkerungsaustausch (sog. 'Antallage').Von diesem waren 1,2 Millionen orthodoxer Griechen in Anatolien und 400.000 muslimische Türken in Griechenland betroffen.
8) Entstehungszeit um 1975
9) Älteres Volkslied. Entstehungszeit der Version um 1931. Auch in türkischer Sprache verbreitet.
10) Liedtext vielleicht entstanden aus einem modern-gedankenlyrischen Gedicht. Entstehungszeit um 1948.
11) Entstehungszeit um 1975. - Das griechische Wort 'Tsachpin' meint eine nicht-bösartige und nicht-rücksichtslose, aber manchmal durchaus energisch eigenen naheliegenden Wünschen nachgehende Frau jüngeren Alters.
12) Entstehungszeit um 1953. Im Hintergrund steht offenbar eine amtliche Jugendschutzmaßanhme, wie sie damals in Griechenland üblich war. Jugendlichen unmündigen Liebespaaren konnte auf Antrag der Erziehungsberechtigten das Zusammenleben verboten werden.
13) Entstehungszeit um 1975.
14) Entstehungszeit nach 1974. Der Text identifiziert metaphorisch die Gestalt einer mißgelaunten Familien-Mutter, wohl der der Sängerin selbst, mit dem griechischen 'Mutterland' der Zeit der griechischen Militärdiktatur der 1960er und frühen 1970er Jahre. Dabei spricht er wohl die innergriechische Formierung öffentlichen - auch künstlerischen (M. Theodorakis) - Widerstands gegen die Militärdiktatur jener Zeit an. Dabei scheint der Text auch auf persöliche.Erinnerungen der Sängerin anzuspielen, die als Mädchen und junge Frau unter ihrer Mutter gelitten haben mag. Daraus würde sich eine plötzliche Wendung am Ende des Textes erklären, wo ein Bemühen um Verstehen - gegenüber einer offenbar verstorbenen konkreten Mutter - angedeutet ist. Der griechischen Militärdiktatur gegenüber wird sich die Sängerin wohl nicht versöhnlich haben zeigen wollen.
15) Die Bezeichnung 'Barbar' wird eher einen persönlichen als einen politischen Bezug haben. Vielleicht handelt es sich um einen innerfamiliär - wohl von der Mutter - nicht besonders geachteten älteren Mann - vielleicht einen Ehemann. Onkel oder Familienfreund. Darauf deutet seine Vertrautheit mit der Familiengeschichte, einschließlich der Lebensgeschichte der Mutter, hin.
16) Die Erwähnung des 'Kamin-Feuers' und das Wort 'pali' ('wieder') scheinen auf den Tod der Mutter und die Verbrennung der Verstorbenen hinzuweisen.

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Zur Person der Sängerin Charis Alexiou

Zusammenstellung aus mehreren Wikipedia-Texten, C. G.

Charis Alexiou, eigentlich Chariklia Roupáka, geb. am 27. Dezember 1950 in Theben, ist eine griechische Sängerin. Seit 1958 lebt sie in Athen.
Sie ist eine der bekanntesten Sängerinnen Griechenlands. Mit ihrer charismatischen Stimme wurde sie zu Beginn der 1970er Jahre bekannt. Sie war an Giorgos Dalaras’ Album Mikra Asia (Texte Apostolos Kaldaras und Pythagoras) beteiligt und wirkte an den folgenden Aufnahmen mit:
• 1973: Vyzandinos Esperinos, Apostolos Kaldaras und Lefteris Papadopoulos
• 1974: Odos Aristotelous, Yannis Spanos und Lefteris Papadopoulos
• 1974: Kalimera Ilie, Manos Loizos und Lefteris Papadopoulos,
bevor sie ihre Solokarriere startete. In ihre Musik fließen Elemente aus griechischer Volksmusik, Laïkimusik und Rembetiko ein.
Sie hat mit vielen bekannten griechischen Sängerinnen und Sängern zusammengearbeitet, darunter Giorgos Dalaras, Dimitra Galani, Vasilis Papakonstantinou, Yiannis Parios, Thanos Mikroutsikos, Alkistis Protopsalti, George Sarris, George Zambetas, Lakis Lazopoulos und Melina Mercouri. 1988 trat sie mit Paolo Conte und 1999 (Athen, Istanbul) und 2000 (Istanbul, Izmir) mit der türkischen Sängerin Sezen Aksu zugunsten der Erdbebenopfer in beiden Ländern auf.
Sie arbeitete mit Komponisten wie Manos Hadjidakis, Manos Loïzos, Lefteris Papadopoulos, Yannis Spanos und Mikis Theodorakis zusammen.
Charis Alexiou gibt Konzerte in ganz Griechenland, tritt aber im weltweiten Ausland auf:
• 1986: Zypern, Tunesien, Deutschland
• 1998: Zypern, USA, Kanada, Israel, Japan und Europatournee
• 1998: Nord-und-Südamerika-Tournee mit Nikos Papazoglou
• 2004: Auftritt bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in Athen mit Anna Vissi, Sakis Rouvas, Eleftheria Arvanitaki, Alkistis Protopsalti, Marinella, Giorgos Dalaras und Dimitra Galani.
• 2014: Auftritte in Athen zusammen mit Tania Tsanaklidou
• 2015: EU Tour durch Deutschland, die Niederlande, Belgien, die Schweiz und Schweden, begleitet vom Nouveau Sextet.

Diskographie.

• 1975: 12 Laika Tragoudia
• 1976: Laikes Kiriakes
• 1976: Charis Alexiou 2
• 1977: 24 Tragoudia
• 1979: Ta Tragoudia Tis Haroulas, Musik Manos Loizos, Texte Manolis Rassoulis
• 1980: Ximeroni
• 1981: Ta Tragoudia Tis Xthesinis Imeras
• 1981: Ta Tragoudia Tis Gis Mou
• 1982: I Zoi Mou Kiklous Kani
• 1983: Ta Tsilika, ein Album mit Rembetiko Liedern von 1900 bis 1935
• 1984: Emfilios Erotas
• 1986: I Agapi Einai Zali, Musik Thanos Mikroutsikos, Texte Alkis Alkeos, Nikos Kavadias, Andreas Mikroutsikos und Babis Tsikliropoulos
• 1987: I Haris Alexiou Se Aprovlepta Tragoudia
• 1988: I Nihta Theli Erota
• 1989: I Megales Epitychies Tis
• 1990: Kratai Chronia Afti I Kolonia, Musik Thanos Mikroutsikos, Texte Lina Nikolakopoulou
• 1991: I Alexiou Tragoudai Hadji – Live + Studio)
• 1991: I Diki Mas Nihta
• 1992: Di' efchon , Musik Nikos Antypas, Texte Lina Nikolakopoulou
• 1993: I Ballades Tis Charoulas
• 1994: Hei, Musik Nikos Antypas, Texte Lefteris Papadopoulos und Aris Davarakis
• 1995: A Paris
• 1995: Odos Nefelis '88, Texte Haris Alexiou
• 1996: Girizontas Ton Kosmo – Live 92–96
• 1997: Ena Fili Tou Kosmou – Live
• 1997: Girizontas Ton Kosmo Kai Ena Fili Tou Kosmou – Live
• 1998: To Paihnidi Tis Agapis, Texte Haris Alexiou
• 2000: Paraxeno Fos
• 2000: Psithiroi
• 2001 [: ...]
• 2002: Cine Keramikos Live
• 2003: Os Tin Akri Tou Ouranou Sou, vier Mal Platin und World Music Award
• 2004: Anthologio
• 2006: Vissino Kai Nerantzi, Musik und Texte von Thodoris Papadopoulos, Smaro Papadopoulou und Makis Seviloglou
• 2006: Orizontes
• 2007: Alexiou – Malamas – Ioannidis: Live
• 2007: A Tribute to Manos Loizos
• 2009: I Agapi Tha Se Vri Opou Kai Na 'Sai
• 2012: I Tripla
• 2012: Haris Alexiou - Dimitra Galani: En Dyo - Live at Pallas. Mit Dimitra Galani.
• 2014: Ta Onira Ginonte Pali

(C. G.)

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